
Kurswechsel ist die Zeitschrift des Beirat für gesellschafts-, wirtschafts– und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM). Sie erscheint seit 1986 und versammelt vierteljährlich wissenschaftliche Beiträge zu jeweils einem Schwerpunktthema. Ziel ist das Einbringen von Ergebnissen kritischer sozialwissenschaftlicher Forschung in die politische Debatte.
Neben dem Schwerpunktthema gibt es in jedem Heft einen Abschnitt „Aktuelle Debatte“ in dem kurze Beiträge zu einem aktuellen politischen Thema versammelt sind.
Die Hefte werden durch eine/n von der Redaktion bestimmte/n HeftredakteurIn zusammengestellt. AutorInnen schreiben grundsätzlich auf Einladung, aber Angebote für Beiträge, die zu einem Schwerpunktthema des Jahrgangs passen, werden in Betracht gezogen.
Die Redaktion besteht aus Joachim Becker, Assimina Gouma, Johanna Muckenhuber, Vanessa Redak, Christa Schlager, Elisabeth Springler, Cornelia Staritz, Beat Weber.
Jahresprogramm 2013
Heft 1/2013: Aktivismus und Wissenschaft
Wie kann Wissenschaft der Falle entgehen, allein Herrschaftswissen zu produzieren und stattdessen kritische Perspektiven entwickeln? Wie sieht Widerstand in der Wissensproduktion aus? Wie verändert sich durch das Konzept des Widerstands das Feld der kritischen Wissensproduktion und Praxis? Wo liegen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Aktivismus? Wie können soziale Anliegen und Bewegungen „kompetente Rebell_innen“ gewinnen?
Mit Beiträgen von Rubia Salgado, Stephanie Mayer u.a.
Plus Debattenforum: Wohin entwickelt sich EUropa?
Heft 2/2013: Social Entrepreneurship als Ausweg?
Im Schatten der Krise werden PolitikerInnen für ein vermeintliches Versagen des Staates verantwortlich gemacht, ihnen wird nicht zugetraut, passende Lösungen für die gegenwärtigen Probleme zu finden. Hingegen erfinden sich Unternehmen neu – mit Instrumenten wie Corporate Social Responsibility, sozialen Innovationen, oder sie verschreiben sich gleich in erster Linie einer sozialen Mission, wie die aufkommenden Social Entrepreneurs. Soll und kann die Verantwortung für gesellschaftspolitische Probleme an Unternehmen abgegeben werden?
Mit Beiträgen von Katharina Meichenitsch, Michaela Neumayr u.a
Heft 3/2013: Alternative Entwicklungspfade regionaler Integration
Gibt es in Europa und seiner Nachbarschaft abseits der EU alternative Entwicklungsmodelle regionaler Integration? Anhand von Beispielen wie der Schwarzmeerregion sollen Merkmale und Konsequenzen solcher Modelle analysiert werden.
Mit Beiträgen von Johannes Leitner, Elisabeth Springler u.a.
Heft 4/2013: Feministische Beiträge zur Krisenanalyse und –bewältigung
Feministische Ökonomie hat sich in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum etabliert. Welche Antworten bietet sie für aktuelle Probleme an, welche neuen Perspektiven auf gesellschaftliche Problemlagen gewinnt sie?
Mit Beiträgen von Katharina Mader, Christa Schlager u.a.
Jahresprogramm 2012
Heft 1: „Sparen, sparen, sparen“
Alle reden über Staatsschulden, und Sparen im öffentlichen Sektor wird zum obersten Gebot erklärt. Wohin führt Kürzungspolitik und Entdemokratisierung, und wie lang kann das fortgesetzt werden?
Heft 2: „Neoliberalismus: Endgame oder nächste Etappe?“
Geht der Neoliberalismus gestärkt aus der Krise hervor? In welcher Weise verändert er sich und welche postneoliberalen Tendenzen sind auszumachen?
Heft 3: „Die gespaltene Gesellschaft: Der Fall Österreich“
Aktuelle Debatten über westeuropäische Gesellschaften verweisen auf wachsende Spaltungs– und Polarisierungstendenzen: Diagnostiziert werden zunehmende ökonomische Ungleichheit, verschärfte Exklusions– und Desintegrationsmechanismen sowie eine Krise des Sozialstaates. Woher kommt die diesbezügliche Untergangsstimmung, ist sie berechtigt und wie kann der „gespaltenen Gesellschaft“ entgegen gearbeitet werden?
Heft 4: „Alter: Das neue alte Risiko?“
Pensionsversicherung ist mehr als nur eine Finanzierungsfrage: Hier manifestiert sich die Richtung(sänderung) der zukünftigen Sozialpolitik. Was bedeuten die Verluste der privaten Pensionsfonds in der jüngsten Krise, die Zukunft der Arbeit und die wachsende Verteilungsungleichheit für die Alterssicherung?