Kurswechsel – BEIGEWUM

Kategorie: Kurswechsel


Neuer Kurswechsel: Neue Weichen für die Weltwirtschaft

23. Januar 2018 – 17:57 Uhr

Neue Wei­chen für die Weltwirtschaft

Gleich ob der Blick in Rich­tung USA, EU, Chi­na, Russ­land oder etwa
Bra­si­li­en geht: Die Zei­chen ste­hen auf tief­grei­fen­den Umbruch
inter­na­tio­na­ler Kräf­te­ver­hält­nis­se. Doch all­zu pau­scha­le Dia­gno­sen – wie
etwa „Nie­der­gang des Nor­dens“, „Auf­stieg der BRICS-Staa­ten“ – erscheinen
nicht stich­hal­tig. Das Heft wid­met sich umso mehr aktuellen
Moment­auf­nah­men und Wider­sprü­chen – von der aktu­el­len Kri­se der
bis­he­ri­gen EU- und US-Glo­ba­li­sie­rungs­po­li­tik über die Leer­stel­len der
aktu­el­len Kon­junk­tur der „Protektionismus“-Debatte bis hin zu
Per­spek­ti­ven der Globalisierungskritik.

Debat­ten­fo­rum: „Poli­tik mit Sor­gen und Ängs­ten“ – Kaum eine politische
Debat­te der letz­ten Jah­re kam ohne den Ver­weis auf die „Sor­gen und
Ängs­te“ der Bürger_​innen aus. Doch was läuft hier schief?

Das gesam­te Inhalts­ver­zeich­nis, Edi­to­ri­al sowie das Debat­ten­fo­rum kön­nen sie online lesen.
Eine Über­sicht der Hef­te 2017 fin­den sie hier und auch Bestel­lun­gen sind möglich.

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Neuer Kurswechsel: „Die Herren des Geldes – Das Geld der Herren?“

22. Juni 2017 – 8:48 Uhr

Die Herren des Geldes – die Frauen der Arbeit?

Inter­na­tio­na­le Ban­ken, pri­va­te und insti­tu­tio­nel­le Inves­to­ren eben­so wie  Natio­nal­ban­ken – jene Orga­ni­sa­tio­nen, in denen sich Geld­ver­mö­gen kon­zen­trie­ren, wer­den meist von Män­nern regiert. Dem gegen­über ste­hen die Berei­che der nied­rig- oder gänz­li­chen unbe­zahl­ten Arbeit, die zu gro­ßen Tei­len von Frau­en gema­nagt wer­den. Die­se Aus­ga­be des Kurs­wech­sels wid­met sich daher der Ana­ly­se eines männ­lich gepräg­ten Finanz­sys­tems mit­tels Kon­zep­ten aus der femi­nis­ti­schen Ökonomie.
Unter dem Titel „Die Her­ren des Gel­des – Das Geld der Her­ren?“ tag­ten im Juni 2016 femi­nis­ti­sche Öko­nom­In­nen, um die struk­tu­rel­len Bedin­gun­gen von Finanz­märk­ten und ihren Aus­wir­kun­gen auf mensch­li­ches Han­deln zu dis­ku­tie­ren. Kern der Dis­kus­si­on war die Fra­ge, wie ein für eine pro­spe­rie­ren­de Real­wirt­schaft för­der­li­ches Finanz­sys­tem beschaf­fen und regu­liert sein muss. Für eine umfas­sen­de Ana­ly­se der Beschaf­fen­heit und Funk­ti­ons­wei­se des Finanz­sys­tems ist das Ein­be­zie­hen sei­ner geschlecht­li­chen Dimen­si­on unumgänglich.
Die Tagung ist nun in Heft 1/​2017 des Kurs­wech­sels doku­men­tiert.
Mit Bei­trä­gen von Roma­na Brait, Fran­zis­ka Diss­l­ba­cher, Käthe Knitt­ler, Paul Rams­kog­ler, Susan­ne Reit­her, Adri­en­ne Roberts, Petra Sau­er, Hele­ne Schu­berth, Chris­ti­na Wie­ser und Bri­git­te Young

Debattenforum „US-Wahl: Wahl weiter?“

Das Debat­ten­fo­rum dreht sich dies­mal um das The­ma „US-Wahl: Wie wei­ter?“, mit Bei­trä­gen von Rai­ner Hack­auf und Chris­toph Hermann.
Das gesam­te Inhalts­ver­zeich­nis, Edi­to­ri­al sowie Debat­ten­fo­rum sind hier auch online.
BEIGEWUM, Kurswechsel, Feminismus, feministische Ökonomie, US-Wahlen
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Der rechte Streit um Europa?

21. April 2017 – 7:57 Uhr

Im Rah­men der Prä­sen­ta­ti­on des aktu­el­len Kurs­wech­sels debat­tier­ten die AutorIn­nen Joa­chim Becker (WU Wien) und Han­na Lich­ten­ber­ger (Uni Wien) unter der Mode­ra­ti­on von Chris­ta Schla­ger (Kurs­wech­sel Redak­ti­on) in den Räu­men des Repu­bli­ka­ni­schen Clubs die Situa­ti­on der Rech­ten in Europa.

Der aktu­el­le Kurswechsel

Die poli­ti­sche Rech­te gibt sowohl in der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on, im Rat als auch im Par­la­ment den Ton an, liegt aber mit den rechts­ex­tre­men und rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en im Streit um die Zukunft Euro­pas: Wirt­schafts- und Flücht­lings­kri­se haben die Inte­gra­ti­ons­mü­dig­keit ver­schärft und für Zulauf gesorgt. Mit dem so genann­ten Bre­x­it hat das ers­te Land sei­nen Aus­tritt aus der Uni­on ange­kün­digt. Im Lau­fe des Jah­res 2017 ste­hen in den Nie­der­lan­den, Frank­reich, Deutsch­land und even­tu­ell Ita­li­en und Öster­reich Wah­len an, über­all wer­den rechts­ex­tre­men und rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en Zuwäch­se pro­gnos­ti­ziert. Aber auch die Par­tei­en der ehe­ma­li­gen Mit­te (SP, VP) kon­kur­rie­ren mit oft ähn­li­chen Tönen um die ent­täusch­ten Wäh­le­rIn­nen. Wie sehen nun kon­kur­rie­ren­de Euro­pa-Kon­zep­te von ganz rechts bis wirt­schafts­li­be­ral kon­kret aus? Wel­che Vor­stel­lun­gen von Bin­nen­markt und Fes­tung Euro­pa sind im Umlauf? Und wel­che Rol­le spie­len klein­räu­mi­ge­re Abschot­tungs­kon­zep­te? Um die­se Fra­gen dreht sich der aktu­el­le Kurswechsel.

Dobro doš­li u Jugoslaviji!

Mit einem „Will­kom­men in Jugo­sla­wi­en“ begrüß­te Joa­chim Becker (WU Wien) die rund 50 Anwe­sen­den zur Dis­kus­si­on rund um den rech­ten Streit um Euro­pa. Für Becker ist es klar: Die EU ist an einem Punkt ange­langt wie Jugo­sla­wi­en am Ende der 1980er Jah­re oder die Sowjet­uni­on ein paar Jah­re spä­ter: „Der Punkt ist über­schrit­ten, an dem die des­in­te­gra­ti­ve Logik hät­te auf­ge­hal­ten wer­den kön­nen“. Die EU habe also ein Sta­di­um erreicht – und der Bre­x­it ist ein ers­tes kla­res Zei­chen dafür – in dem sie ihre hege­mo­nia­le Macht ver­lo­ren habe und von den Bevöl­ke­run­gen Euro­pas breit abge­lehnt wer­de. Die Kri­se hat ver­deut­licht, dass ein neo­li­be­ra­les Kon­zept von Euro­pa, das die Kon­kur­renz­ideo­lo­gie statt die sozia­le Fra­ge in den Mit­tel­punkt des Dis­kur­ses gestellt hat, kei­ne Zukunft hat. Wei­te Tei­le der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung sind aus ver­schie­dens­ten Grün­den von der EU ent­täuscht – sei es der arbeits­lo­se Deut­sche, dem die Zuwan­de­rung angeb­lich zusetzt oder die grie­chi­sche Klein­un­ter­neh­me­rin, die ihre Pro­duk­te nicht mehr kon­kur­renz­fä­hig am Bin­nen­markt ver­mark­ten kann. Sie alle eint die Ableh­nung – bis­her nur an den Urnen – der medi­al ver­kauf­ten Errun­gen­schaf­ten der euro­päi­schen Inte­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen wie der freie Per­so­nen- und Waren­ver­kehr. Und die­se Ableh­nung ist nicht nur unter rechts­ex­tre­men Par­tei­gän­ge­rIn­nen zu fin­den, son­dern fin­det ihren Wider­hall auch in den ehe­ma­li­gen Volks­par­tei­en der Sozi­al­de­mo­kra­tie oder der Christ­lich-Sozia­len. Wich­tig zu beto­nen ist jedoch, dass ein poten­zi­el­ler Wahl­ge­winn einer rech­ten Par­tei in einem euro­päi­schen Land nicht zwangs­läu­fig den Aus­tritt die­ses Lan­des aus der EU bedeu­ten wür­de. Nach Ein­schät­zung der Podi­ums­teil­neh­me­rIn­nen wird hier auch häu­fig aus einer Oppo­si­ti­ons­rol­le her­aus koket­tiert, wie sich die Par­tei­en in der tat­säch­li­chen Regie­rungs­ver­ant­wor­tung ver­hal­ten wür­den, sei frag­lich, ins­be­son­de­re etwa in Öster­reich, das ein­deu­tig über die Export­mög­lich­kei­ten etc. von der EU profitiert.

Ein Wirt­schafts­pro­gramm der FPÖ?

Bis­her hat die FPÖ – wie vie­le ande­re rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­tei­en – kein kla­res Wirt­schafts­pro­gramm, erläu­tert Han­na Lich­ten­ber­ger, und das lie­ge dar­an, dass sich deren Poli­tik eben nicht im Pro­gram­ma­ti­schen fin­det, son­dern in der Per­sön­lich­keit ihrer Anfüh­re­rIn­nen oder auch in ad-hoc beschlos­se­nen und sich teil­wei­se wider­spre­chen­den Posi­tio­nen. Nun scheint sich aber auch die FPÖ ein Wirt­schafts­pro­gramm geben zu wol­len und man kann nur gespannt sein, wel­che pro­gram­ma­ti­schen Zie­le dort zu fin­den sein wer­den. Bis­her war das wirt­schafts­po­li­ti­sche Pro­gramm der öster­rei­chi­schen Rechts­ex­tre­men recht ambi­va­lent von Unter­stüt­zung für den EG-Bei­tritt bis zur Ableh­nung von TTIP und ande­ren Frei­han­dels­ver­trä­gen aus meist anti-ame­ri­ka­ni­schen Grün­den. Meist jedoch gegen Gewerk­schaf­ten gerich­tet und daher impli­zit auch gegen die Rech­te der ArbeitnehmerInnen.

Eine pro­gres­si­ve Zukunft für Europa!?

Zu Recht kri­ti­sier­ten vie­le Mit­dis­ku­tan­tIn­nen aus dem Publi­kum die recht ein­sei­ti­gen und nega­ti­ven Dar­stel­lun­gen am Podi­um. Aber die Ana­ly­se der Rech­ten Par­tei­en und ihrer euro­pa­po­li­ti­schen Pro­gram­ma­tik sei das Ziel des aktu­el­len Kurs­wech­sels gewe­sen, nicht die Zukunft der EU im all­ge­mei­nen, erklär­te Chris­ta Schla­ger aus der Kurs­wech­sel-Redak­ti­on. Als das Heft kon­zi­piert wur­de, woll­te man ver­su­chen, einen Über­blick über rech­te Strö­mun­gen in Euro­pa zu geben, ohne nur auf die rechts­ex­tre­men Par­tei­en zu schau­en, son­dern den Bogen etwa auch zur christ­lich-sozia­len Fidesz in Ungarn oder zu natio­nal­ka­tho­li­schen Bewe­gun­gen zu öff­nen. Abschlie­ßend bemerk­te Sibyl­le Sum­mer vom Repu­bli­ka­ni­schen Club, dass es sehr wohl Kräf­te in Euro­pa gibt, die eine sozia­le und öko­lo­gi­sche Inte­gra­ti­on vor­an­trei­ben möch­ten. Die­se Kräf­te zu unter­stüt­zen und aus­zu­bau­en, muss eines unse­rer zen­tra­len Zie­le sein, um die natio­na­lis­ti­sche und neo­li­be­ra­le Des­in­te­gra­ti­on zu stoppen.

Der BEIGEWUM dankt dem Repu­bli­ka­ni­schen Club – Neu­es Öster­reich für die Ver­an­stal­tungs­ko­ope­ra­ti­on und auch die Auf­zeich­nung der Podi­ums­dis­kus­si­on, wel­che unter die­sem Link zu fin­den ist.

Ein Bericht von Tobi­as Ori­sch­nig (BEIGEWUM Vorstand)

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Der rechte Streit um Europa – Präsentation 12.04.2017 19 Uhr Republikanischer Club.

21. März 2017 – 19:22 Uhr

DER RECHTE STREIT UM EUROPA

Mittwoch, 12. April 2017, 19 Uhr, im RC:

Die poli­ti­sche Rech­te gibt sowohl in der EK, im Rat als auch im Euro­päi­schen Par­la­ment den Ton an, liegt aber mit den rechts­ex­tre­men und ‑popu­lis­ti­schen Par­tei­en im Streit um die Zukunft Euro­pas: Finanz- und Flücht­lings­kri­se haben die Inte­gra­ti­ons­mü­dig­keit verschärft.

Mit dem BREXIT hat das ers­te Land sei­nen Aus­tritt ange­kün­digt. 2017 ste­hen in den Nie­der­lan­den, Frank­reich, Deutsch­land und even­tu­ell Ita­li­en Wah­len an, über­all wer­den rechts­ex­tre­men und ‑popu­lis­ti­schen Par­tei­en Zuwäch­se pro­gnos­ti­ziert. Wie sehen aber kon­kur­rie­ren­de Euro­pa-Kon­zep­te von ganz rechts bis wirt­schafts­li­be­ral kon­kret aus? Wel­che Vor­stel­lun­gen von Bin­nen­markt und Fes­tung Euro­pa sind im Umlauf? Und wel­che Rol­le spie­len klein­räu­mi­ge­re Abschottungskonzepte?

Prä­sen­ta­ti­on des Kurs­wech­sel­hef­tes 4/​2016 und Dis­kus­si­on mit:

Joa­chim BECKER (WU-Wien), Han­na LICHTENBERGER (Uni Wien), Mode­ra­ti­on: Chris­ta SCHLAGER (Kurs­wech­sel-Redak­ti­on).

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Schlagseite programmiert. Eine neue Generation parteiischer Think Tanks in Österreich

1. September 2015 – 16:43 Uhr

Mat­thi­as Schlögl und Die­ter Plehwe

Am 25. Sep­tem­ber 2013, gera­de ein­mal 4 Tage vor der Natio­nal­rats­wahl 2013, titel­te der Stan­dard: „250.000 Arbeits­lo­se jen­seits der Sta­tis­tik“. Er atta­ckiert damit nicht nur die im Rah­men der gro­ßen Koali­ti­on in sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Ver­ant­wor­tung lie­gen­de Sozi­al­po­li­tik der Regie­rung, son­dern auch ihre Glaub­wür­dig­keit. Die zitier­te Zahl ent­stamm­te einer Stu­die des erst kurz zuvor gegrün­de­ten Think Tanks Agen­da Aus­tria, gelei­tet vom ehe­ma­li­gen Pres­se-Redak­teur Franz Schnell­horn. Von die­sem Think Tank war wenig mehr als die Namen der Mit­ar­bei­te­rIn­nen und das ange­streb­te Bud­get von 1 Mio. € bekannt. Wie aber kommt es, dass eine regie­rungs­kri­ti­sche Stu­die außer­halb der aka­de­mi­schen For­schungs­land­schaft erar­bei­tet, ziel­ge­nau vor den Wah­len publi­ziert und von den Medi­en ohne grö­ße­re Befas­sung mit der Qua­li­tät des Mate­ri­als auf­ge­grif­fen wird?

Der Beant­wor­tung die­ser Fra­ge sowie die genaue­re Erör­te­rung der Merk­ma­le einer Grup­pe von neo­li­be­ra­len und wirt­schafts­na­hen par­tei­ischen Think Tanks in Oster­reich dient der fol­gen­de Bei­trag. Gemein­sam ist die­sen Think Tanks in Öster­reich und ihren Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen in euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Think-Tank-Netz­wer­ken, dass sie den Wohl­fahrts­staat und das erreich­te Niveau sozia­ler Bür­ger­rech­te bekämp­fen. Damit tre­ten sie gegen das Gleich­heits­pos­tu­lat sozi­al­li­be­ra­ler und sozia­lis­ti­scher Strö­mun­gen auf und ver­tre­ten offen­siv rechts­li­be­ra­le Nor­men von der Not­wen­dig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät sozia­ler Ungleich­heit (Hayek 1960).

Seit Mit­te der 2000er greift auch in Öster­reich ein Phä­no­men ver­stärkt um sich, das man in vie­len ande­ren Län­dern schon län­ger kennt: das ver­mehr­te Auf­tre­ten eben sol­cher par­tei­ischer Think Tanks. Wäh­rend vor allem in den angel­säch­si­schen Län­dern bereits seit gerau­mer Zeit eine Dis­kus­si­on dar­über geführt wird, inwie­fern mit die­sen pri­va­ten, poli­tik­na­hen For­schungs- und Bera­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen neue Ideen und fri­scher Wind in die Debat­ten ein­ge­speist wer­den oder aber zah­lungs­kräf­ti­ge Lob­bys die ideo­lo­gi­sche Schlag­sei­te mit Think Tank Exper­ti­se ver­stär­ken, ist die euro­päi­sche Debat­te noch nicht sehr weit gedie­hen. Wis­sen­schaft gilt weit­hin als im Wesent­li­chen neu­tral und Exper­ten genie­ßen im Gegen­satz zu Lob­by­is­ten einen guten Ruf. Genau dies machen sich alle mög­li­chen Inter­es­sen­grup­pen zu Nut­ze, wenn sie, um wirk­sa­mer in die Poli­tik ein­zu­grei­fen, ver­mehrt zur Grün­dung von Think Tanks auf­ru­fen (Sut­ter­lin u. a. 2012, Zet­ter 2008).

Die meist sehr klei­nen For­schungs­in­sti­tu­te sind über­wie­gend pri­vat finan­ziert. Sie leis­ten ent­we­der kon­kre­te Auf­trags­for­schung oder erhal­ten ein Bud­get von befreun­de­ten Unter­neh­men, Ver­bän­den, Stif­tun­gen und Pri­vat­per­so­nen, um im Sin­ne einer bestimm­ten Ten­denz zu wir­ken. Sol­che offi­zi­ell unab­hän­gi­gen Think Tanks sind daher beson­ders anfäl­lig für die Ein­fluss­nah­me der sie tra­gen­den Kräf­te und ins­be­son­de­re der Geld­ge­ber. Im Gegen­satz zum offe­nen wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs wird die grund­le­gen­de Marsch­rich­tung vor­ab fest­ge­legt. Gesell­schaft­li­che Dis­kur­se – z.B. zum Kli­ma­wan­del in den USA (Dunlap/​Jacques 2013) – kön­nen durch die Arbeit von welt­an­schau­lich par­tei­ischen Think Tanks u.U. erheb­lich beein­flusst wer­den, wenn bestimm­te Dis­kurs­ko­ali­tio­nen (Hajer1993) gezielt ver­stärkt wer­den. Dabei spie­len in der jün­ge­ren Geschich­te Think Tanks immer häu­fi­ger eine immer wich­ti­ge­re Rolle.


Zum gan­zen Arti­kel hier


Der Arti­kel erschien im Kurs­wech­sel 2 (2015) zum The­ma „Ver­mö­gensun­gleich­heit, Kapi­ta­lis­mus und Demo­kra­tie“. Den Kurs­wech­sel hier bestellen.

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Der Kurswechsel 2 (2015) ist erschienen!

1. September 2015 – 16:43 Uhr

The­ma: Ver­mö­gensun­gleich­heit, Kapi­ta­lis­mus und Demokratie

Aktu­el­le Debat­te: Per­spek­ti­ven und Gren­zen Plu­ra­ler Ökonomie

Schon vor der Furo­re um Tho­mas Piket­tys Best­sel­ler „Kapi­tal im 21. Jahr­hun­dert“ hat sich die For­schungs­tä­tig­keit im Bereich Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­ver­tei­lung in den letz­ten Jah­ren rasant beschleu­nigt. Auch auf­grund neu­er Daten­quel­len wie dem House­hold Finan­ce and Con­sump­ti­on Sur­vey (HFCS) der EZB ent­spann sich eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit unter­schied­li­chen Aspek­ten der Ver­mö­gens­ver­tei­lung. Dar­aus ent­stan­den in Öster­reich zahl­rei­che empi­ri­sche Bei­trä­ge, deren Ergeb­nis­se auf gro­ße media­le Reso­nanz stießen.

Die Auf­be­rei­tung der Daten und die damit gewon­ne­ne öffent­li­che Auf­merk­sam­keit waren zwei­fels­frei zen­tral, um die extrem schie­fe Ver­mö­gens­ver­tei­lung in den Blick­punkt zu rücken. Doch die Fra­gen, die sich aus die­sen empi­ri­schen Erkennt­nis­sen erge­ben, sind fun­da­men­ta­ler. Wie ent­steht eine solch dras­ti­sche Ver­mö­gensun­gleich­heit im Kapi­ta­lis­mus? Durch wel­che Mecha­nis­men und Wir­kungs­ka­nä­le wird sie auf­recht­erhal­ten? Über wel­che Kanä­le wirkt unglei­che Ver­mö­gens­ver­tei­lung auf demo­kra­ti­sche Pro­zes­se? Und wel­che Schluss­fol­ge­run­gen erge­ben sich dar­aus für pro­gres­si­ve Kräfte?

Dass Tho­mas Piket­tys The­sen in nahe­zu jedem Arti­kel dis­ku­tiert wer­den, bezeugt sei­nen wich­ti­gen Bei­trag für die lau­fen­den Debat­ten. Die Bei­trä­ge zei­gen aber auch auf, dass fun­da­men­ta­le Fra­gen zu Ver­mö­gen, Ungleich­heit, Kapi­ta­lis­mus und Demo­kra­tie über Piket­tys Ana­ly­se hin­aus gestellt wer­den müs­sen. Die aktu­el­le Aus­ga­be des Kurs­wech­sels ver­sucht eine ers­te Annä­he­rung an die­se Pro­blem­stel­lun­gen, und beleuch­tet Fra­gen von (Re-)Produktion von Ver­mö­gensun­gleich­heit im Kapi­ta­lis­mus, deren Beant­wor­tung eine wei­te­re inten­si­ve Debat­te erfordert.

Mit Bei­trä­gen von: Julia Hof­mann, Lukas Hof­stät­ter, Jakob Kapel­ler, Ste­phan Kauf­mann, Die­ter Pleh­we, Miri­am Rehm, Mat­thi­as Schlögl, Mat­thi­as Schnet­zer, Bern­hard Schütz, Ingo Stützle

Her­aus­ge­ge­ben von Miri­am Rehm und Mat­thi­as Schnetzer

Link zum Editorial

Die Aktu­el­le Debat­te beschäf­tigt sich mit Plu­ra­lis­mus in der Wirt­schafts­wis­sen­schaft. Da die Ver­mö­gens- und Macht­ver­tei­lung ein blin­der Fleck der Main­stream-Öko­no­mie dar­stellt, bet­tet sich die Dis­kus­si­on über die Per­spek­ti­ven und Gren­zen plu­ra­ler Öko­no­mie gut in die Aus­ga­be ein. Was kann Plu­ra­lis­mus leis­ten? Wel­che Stra­te­gien gibt es für hete­ro­do­xe Öko­nom­In­nen? Und wie kann sich Plu­ra­lis­mus institutionalisieren?

Mit Bei­trä­gen von: Flo­ri­an Bohinc, Fran­zis­ka Diss­l­ba­cher, Micha­el G. Kraft, Phil­ipp Poyntner

Link zum Debattenforum

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Der Kurswechsel 1 (2015) ist erschienen! Thema: Soziale Reproduktion, Alltag, Krise

11. Mai 2015 – 13:04 Uhr

In vie­len Mit­glieds­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on ist seit Aus­bruch der Finanz- und Wirt­schafts­kri­se 2008 auch die sozia­le Siche­rung der Bevöl­ke­rung zuneh­mend in Bedräng­nis gera­ten, da vie­le Staa­ten ihre Sozi­al­aus­ga­ben gekürzt und Ent­las­sun­gen im öffent­li­chen Sek­tor statt­ge­fun­den haben. Vie­le Stu­di­en bele­gen mitt­ler­wei­le, dass es vor allem die Bevöl­ke­rung in den jewei­li­gen Län­dern ist, die die Kos­ten der Kri­se zu tra­gen hat (vgl. OECD 2014). In der aktu­el­len Aus­ga­be des Kurs­wech­sel wer­den die gesell­schaft­li­chen Fol­ge­wir­kun­gen der Kri­se näher in den Fokus gerückt und gezeigt wer­den, dass trotz mas­si­ven Sozi­al­ab­baus in eini­gen Mit­glied­staa­ten auch unter­schied­li­che Prak­ti­ken der Soli­da­ri­tät und des Wider­stan­des ent­stan­den sind. Unse­re beson­de­re Auf­merk­sam­keit liegt dabei auf zumeist ver­nach­läs­sig­ten Dimen­sio­nen in der Erfor­schung der Finanz- und Wirt­schafts­kri­se: der sozia­len Repro­duk­ti­on und dem All­tag der Men­schen. Unter sozia­ler Repro­duk­ti­on wer­den alle Tätig­kei­ten, die haus­halts­na­he aus­ge­führt wer­den, wie das Kochen, Waschen, Put­zen und Pfle­gen von Ange­hö­ri­gen, aber auch Diens­te, die die nähe­re Nach­ba­rIn­nen­schaft umfas­sen, ver­stan­den. All die täg­li­chen klei­nen Hand­lun­gen des infor­mel­len Waren­tau­sches, der nach­bar­schaft­li­chen Hil­fe und der Unter­stüt­zung durch Kom­mu­nen und sogar von Schul­klas­sen rücken damit in den Blick. Dass die­se Tätig­kei­ten zuneh­mend von Pri­vat­per­so­nen oder in Sub­sis­tenz­wirt­schaft aus­ge­führt wer­den, zeigt, inwie­fern „ein Blick aus der Küche“ (Elson 2012) hilft, die all­täg­li­chen Dimen­sio­nen einer „Vielfach-Krise“(Demirovic /​ Dück /​ Becker /​ Bader 2011) zu erfas­sen. Dort, wo der Sozi­al­staat zuneh­mend nicht mehr hand­lungs­fä­hig ist, wie z.B. in Grie­chen­land oder in Slo­we­ni­en, grei­fen Men­schen auf ande­re For­men der Unter­stüt­zung zurück, die oft von Frau­en orga­ni­siert oder aus­ge­führt werden.


Das Debat­ten­fo­rum befasst sich ein­mal mehr mit den aktu­el­len geld­po­li­ti­schen Maß­nah­men der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) und deren Wirksamkeit.


Mit Bei­trä­gen von: Bri­git­te Aulen­ba­cher /​Almut Bachin­ger /​Fabienne Décieux, Bri­git­te Bar­getz, Chris­tia­ne Mar­ty, Mari­na Papa­da­ki /​ Samy Alex­an­dri­dis /​ Ste­fa­nia Kalo­gera­ki, Lil­ja­na Rih­ter, Tania Toffa­nin, Peter Weis­sen­bur­ger, Ste­fa­nie Wöhl, Ste­fan Ede­rer /​ Lisa Mit­ten­drein /​ Valen­tin Schwarz, Phil­ipp Heim­ber­ger, Bert Werber


Her­aus­ge­ge­ben von Ste­fa­nie Wöhl, Julia Hof­mann und Chris­ta Schlager


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23.1.: Stammtisch ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit mit Vorstellung „Mythen des Reichtums“

11. Dezember 2014 – 9:27 Uhr

Der nächs­te Stamm­tisch der ÖGS-Sek­ti­on Sozia­le Ungleich­heit fin­det am 23. Jän­ner 2015 um 19h im Bespre­chungs­raum (Uni­ver­si­tät Wien, Insti­tut für Sozio­lo­gie, 4.Stock,) statt.

Wir star­ten mit euch ins neue Jahr um euch die Sek­ti­on vor­zu­stel­len, alle die sich für das The­ma Sozia­le Ungleich­heit inter­es­sie­ren sind ein­ge­la­den sich ein­zu­brin­gen und auch ger­ne selbst aktiv zu werden.
Wir prä­sen­tie­ren unser Pro­gramm für 2015, plus die bis­he­ri­gen Arbeits­schwer­punk­te die zum Teil wie­der­be­lebt oder erwei­tert wer­den können.

Julia Hof­mann stellt an die­sem Abend die neu erschie­ne­ne Publi­ka­ti­on „Mythen des Reich­tums – War­um Ungleich­heit unse­re Gesell­schaft gefähr­det“ her­aus­ge­ge­ben von BEIGEWUM, Attac und der Armuts­kon­fe­renz vor.

Julia Hof­mann ist Mit­glied des Sek­ti­ons­rats Sozia­le Ungleich­heit und im Vor­stand vom BEIGEWUM. Sie arbei­tet als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin an der JKU der Uni­ver­si­tät Linz am Insti­tut für Sozio­lo­gie, Abtei­lung Wirt­schafts- und Organisationssoziologie.

Der Stamm­tisch bie­tet den Rah­men zum Aus­tausch und kann als Ein­stieg oder Anknüp­fungs­punkt zur Sek­ti­on genutzt werden.
Im Anschluss dar­an wan­dert der Stamm­tisch wei­ter ins Lokal Stadtkind.

http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/mythen-des-reichtums/

Wir freu­en uns auf euer/​Ihr Kom­men! Die ÖGS-Sek­ti­on Sozia­le Ungleichheit

Kurs­wech­sel für ein gutes Leben

22. Oktober 2014 – 11:27 Uhr

Der neue Kurs­wech­sel 2/​214 ist da! Das Edi­to­ri­al und das Debat­ten­fo­rum kön­nen hier online gele­sen wer­den, der Kurs­wech­sel kann hier bestellt wer­den.

Aus dem Editorial:

Nach sechs Jah­ren „muddling through“ ist der Miss­erfolg der euro­päi­schen Kri­sen­lö­sungs­stra­te­gie, die vor­ran­gig auf Aus­teri­tät, Arbeits­markt­fle­xi­bi­li­sie­rung, wei­te­re Export­ori­en­tie­rung außer­halb der EU und Umver­tei­lung nach oben setzt, offen­sicht­lich. Das im Ver­trag von Lis­sa­bon for­mu­lier­te Ver­spre­chen einer „nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung Euro­pas“, die auf „Voll­be­schäf­ti­gung und sozia­len Fort­schritt abzielt“, wirkt zuneh­mend unglaub­wür­dig. Die über 25 Mil­lio­nen Arbeits­lo­sen und 125 Mil­lio­nen von Armut oder sozia­ler Aus­gren­zung bedroh­ten Men­schen – jeweils um eini­ge Mil­lio­nen mehr als vor der Kri­se – las­sen die rea­len Ver­schlech­te­rung deut­lich zu Tage tre­ten. Gleich­zei­tig blei­ben drän­gen­de Umwelt­pro­ble­me, wie ins­be­son­de­re der Kli­ma­wan­del, nach wie vor unge­löst. Weni­ger klar ist jedoch der Weg zu geeig­ne­ten Alter­na­ti­ven: Wie kön­nen sozia­le und öko­lo­gi­sche Pro­ble­me gemein­sam gelöst wer­den? Ist ledig­lich ein höhe­res Wirt­schafts­wachs­tum not­wen­dig, um die der­zei­ti­gen Pro­ble­me zu lösen? Lie­ße es sich über­haupt wie­der errei­chen? Oder braucht es eine radi­ka­le Wen­de, um ein bes­se­res Leben für alle zu ermög­li­chen? Die­se Fra­gen waren Aus­gangs­punkt für eine Serie von vier Ver­an­stal­tun­gen unter dem Titel die­ser Aus­ga­be des Kurs­wech­sels, die im ver­gan­ge­nen Jahr von AK Wien und Grü­ner Bil­dungs­werk­statt in Koope­ra­ti­on mit dem BEIGEWUM, der zivil­ge­sell­schaft­li­chen Alli­anz, „Wege aus der Kri­se“, ATTAC, der Katho­li­schen Arbeit­neh­me­rIn­nen-Bewe­gung, dem Mat­ters­bur­ger Kreis für Ent­wick­lungs­po­li­tik und der Initia­ti­ve „Euro­pa geht anders“ orga­ni­siert wur­de. Die gemein­sa­me Basis bil­de­te die Suche nach einem über­zeu­gen­den sozi­al-öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­ons­pro­jekt in Euro­pa, das auf ein mög­lichst gutes Leben für mög­lichst vie­le Men­schen abzielt. Nicht die Anein­an­der­rei­hung der alt­be­kann­ten „keyne­sia­ni­schen“ und „wachs­tums­kri­ti­schen“ Posi­tio­nen, son­dern eine pro­duk­ti­ve Syn­the­se der Inter­pre­ta­ti­on der euro­päi­schen Kri­se aus einer öko­lo­gi­schen und einer sozia­len Per­spek­ti­ve soll­te erreicht werden.“

Das Debat­ten­fo­rum (hier online ver­füg­bar) beschäf­tigt sich schließ­lich mit dem TTIP, dem immer wei­te­re Krei­se zie­hen­den Trans­at­lan­ti­schen Frei­han­dels- und Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men zwi­schen der EU und den USA.

Soziale Proteste in der Krise

26. Mai 2014 – 20:17 Uhr
Prä­sen­ta­ti­on und Dis­kus­si­on des neu­en Kurs­wech­sel-Hef­tes des BEIGEWUM zum
The­ma „Sozia­le Pro­tes­te in der Kri­se“ am Diens­tag, den 17. Juni 2014 in den Räum-
lich­kei­ten der VHS Linz (Wis­sens­turm).


Die EU ist der­zeit mit der schlimms­ten wirt­schaft­li­chen und sozia­len Kri­se ihrer Geschich­te kon­fron­tiert. Sozia­le Ungleich­hei­ten, Arbeits­lo­sig­keit und Armut neh­men vor allem in den süd- und ost­eu­ro­päi­schen Län­dern Euro­pas stark zu. Die neo­li­be­ra­le EU-Kri­sen­po­li­tik, bei der ver­sucht wird die Kri­se vor­wie­gend über Ein­spa­run­gen, das Her­ab­set­zen von sozia­len Stan­dards und Pri­va­ti­sie­run­gen zu bewäl­ti­gen, trägt ihr Übri­ges dazu bei die sozia­le Kri­se in Euro­pa wei­ter zu ver­schär­fen. In vie­len euro­päi­schen Län­dern weh­ren sich jedoch (gro­ße) Tei­le der Bevöl­ke­rung gegen die­se EU-Kri­sen­po­li­tik. Euro­pa­weit bekannt sind etwa die Indignad@s in Spa­ni­en, die Streik­be­we­gun­gen in Grie­chen­land oder das Pro­test­bünd­nis Block­u­py. Die Pro­tes­tie­ren­den for­dern einen Wan­del in der Wirt­schafts- und Sozi­al­po­li­tik sowie den Auf­bau eines ande­ren, also eines sozia­le­ren und eines demo­kra­ti­sche­ren Europas.

Im neu­en Kurs­wech­sel-Heft und in der Podi­ums­dis­kus­si­on wer­den die Chan­cen und Gren­zen die­ser Pro­test­be­we­gun­gen dis­ku­tiert: Wo ist der Wider­stand gegen die neo­li­be­ra­le EU-Kri­sen­po­li­tik beson­ders stark, wo nicht? Wie las­sen sich die regio­na­len Dis­pa­ri­tä­ten erklä­ren? Wie erfolg­reich waren die Pro­test­be­we­gun­gen in den ein­zel­nen Län­dern Euro­pas bis­her? Gibt es neben den natio­na­len Kämp­fen auch Aus­sicht auf eine euro­päi­sche Pro­test­be­we­gung? Wel­che Rol­le spie­len in die­sem Zusam­men­hang NGOs, Gewerk­schaf­ten und sozia­le Bewe­gun­gen? Was bedeu­ten die Ergeb­nis­se der EU-Wahl für sozia­le Bewe­gun­gen in Europa?


Podi­ums­dis­kus­si­on mit:
Alex­an­dra Strick­ner (Attac)
Joa­chim Becker (WU Wien, BEIGEWUM)
Julia Hof­mann (JKU Linz, BEIGEWUM)


Wann? Diens­tag, den 17. Juni 2014, 19.30 bis ca. 21.00
Wo? Ver­an­stal­tungs­saal E09 im Erd­ge­schoss im Wis­sens­turm (VHS Linz)

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