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Veranstaltung am 28.11.: INFLATION & VERTEILUNG – Wie wirken Lohnpolitik, Preisregulierung und geldpolitische Interventionen?

10. November 2022 – 13:35 Uhr

Die Ver­an­stal­tung fin­det am Mon­tag, den 28.11.2022 um 19:00 im Repu­bli­ka­ni­schen Club (Fischer­stie­ge 1–7, 1010 Wien) statt.

Im Sep­tem­ber 2022 lag die Infla­ti­ons­ra­te bei etwa 11%. Die – nach Jahr­zehn­ten gerin­ger Infla­ti­on – unge­wohnt hohen Preis­stei­ge­run­gen sind auf teu­re Ener­gie­be­lie­fe­rung, Eng­päs­se in Lie­fer­ket­ten und Preis­set­zungs­macht in man­chen Bran­chen zurück­zu­füh­ren. Die EZB erhöht die Zins­sät­ze trotz trü­ben kon­junk­tu­rel­len Aus­sich­ten. Unter­neh­men behaup­ten, die exor­bi­tan­ten Kos­ten ohne staat­li­che Unter­stüt­zung nicht stem­men zu kön­nen und war­nen vor einer Lohn-Preis-Spi­ra­le bei zu hohen Lohn­ab­schlüs­sen. Die Gewerk­schaf­ten skan­die­ren „Prei­se run­ter“ als Auf­trag an den Staat, regu­lie­rend in die Preis­ge­stal­tung ein­zu­grei­fen. Sie ver­wei­sen auf die Extra­pro­fi­te man­cher Unter­neh­men und pro­gnos­ti­zie­ren zuneh­men­de Armuts­ge­fähr­dung und eine Zuspit­zung der Ver­tei­lungs­kon­flik­te, wenn die Löh­ne nicht aus­rei­chend steigen.
In unse­rer Ver­an­stal­tung wer­den wir auf die oben beschrie­be­nen Dyna­mi­ken näher ein­ge­hen. Wir erör­tern Hin­ter­grün­de und Ver­tei­lungs­ef­fek­te von Preis­stei­ge­run­gen sowie Kon­flikt­li­ni­en von Wirt­schafts­po­li­tik in Zei­ten hoher Inflation.

Es dis­ku­tie­ren:

Lea Stei­nin­ger, Öko­no­min am Insti­tut für Inter­na­tio­na­le Wirt­schaft der WU Wien, am wiiw (Wie­ner Insti­tut für Inter­na­tio­na­le Wirt­schafts­ver­glei­che) und an der Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia, Ber­ke­ley. Sie forscht zu mone­tä­rer Theo­rie, Makro-Finan­zen und Geldpolitik.

Ben­ja­min Bittschi, Öko­nom am WIFO, im For­schungs­be­reich Arbeits­markt, Ein­kom­men und sozia­le Sicherheit.

Micha­el Ertl, Öko­nom in der Abtei­lung Wirt­schafts­wis­sen­schaft und Sta­tis­tik der AK Wien. Er arbei­tet zu den The­men Kon­junk­tur und Ungleichheit.

Mode­ra­ti­on: Bet­ti­na Hai­din­ger (BEIGEWUM)

Die Ver­an­stal­tung ist eine Koope­ra­ti­on von BEIGEWUM, sozök-home, VW‑Z, der Stu­di­en­ver­tre­tung VW-Sozök-Seep und der Gesell­schaft für Plu­ra­le Öko­no­mik Wien.

Hin­weis: In der Zeit­schrift Kurs­wech­sel 2/​2022 erör­tern Alex­an­der Huber (Momen­tum Insti­tut) Mar­kus Mar­ter­bau­er (AK Wien) und Eli­sa­beth Spring­ler (FH, BFI Wien) in den aktu­el­len Debat­ten­bei­trä­gen die Rück­kehr der Infla­ti­on vor dem Hin­ter­grund unglei­cher Betroffenheit.

Wir freu­en uns auf zahl­rei­ches Erscheinen!

 

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Der Kurswechsel 2/2022 ist da: In Transformation

12. September 2022 – 11:26 Uhr

Grü­ne und digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on“ sind zu geflü­gel­ten Wör­tern gewor­den. Was bedeu­tet aber „Trans­for­ma­ti­on“ von Öko­no­mien, in wel­chen For­men und Pha­sen ver­läuft der Wan­del, wel­che Rol­le fällt dem Staat dabei zu? Wel­che Ände­run­gen oder gar Brü­che kom­men auf Arbeit und Gesell­schaft zu und wie ist damit umzu­ge­hen? Wel­chem Wan­del unter­lie­gen Geld- und Rechts­ord­nung? Die­se gro­ßen Lini­en der Trans­for­ma­ti­on ver­sucht das Heft in den Blick zu nehmen.

u.a. mit von Andre­as Novy, Lea Stei­nin­ger, Wolf­gang Polt, Gotelind Alber

Das Debat­ten­fo­rum hat das The­ma: Rückkehr der Infla­ti­on – Unglei­che Betroffenheit

Edi­to­ri­al und Debat­ten­fo­rum sind online abruf­bar. Bestel­len kann man den Kurs­wech­sel hier.

 

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Klimasoziale Politik – Eine gerechte und emissionsfreie Gesellschaft gestalten

6. Juni 2022 – 12:00 Uhr

Aus einer kri­ti­schen sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Per­spek­ti­ve beleuch­ten die AutorIn­nen die­ses Sam­mel­ban­des, wie eine radi­ka­le Ver­bes­se­rung der Lebens­ver­hält­nis­se durch eine kli­maso­zia­le Poli­tik aus­se­hen kann. Von den mensch­li­chen Grundbedürfnissen nach Gesund­heit und einer schö­nen Woh­nung, nach Mobi­li­tät und einem guten Ein­kom­men aus­ge­hend, wer­den kon­kre­te Maß­nah­men vor­ge­schla­gen, um eine sozi­al gerech­te und öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Gesell­schaft auf­zu­bau­en. Wie wir zu so einer Gesell­schaft kom­men, wird in den nächs­ten Jah­ren ein sehr umstrit­te­nes und drän­gen­des The­ma werden.

Die­ses Buch ver­eint Bei­trä­ge, die Wege aus der öko­lo­gi­schen und sozia­len Sack­gas­se auf­zei­gen, es defi­niert die grund­sätz­li­chen Begrif­fe, bil­det ver­schie­de­ne Zugän­ge ab und beschreibt nüchtern und ohne Alar­mis­mus die jetzt not­wen­di­gen poli­ti­schen Schritte.

Hier gehts zur Web­site des Buches.

Bestel­len kann man „Kli­maso­zia­le Poli­tik“ hier.

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Der Kurswechsel 1/2022 ist da: Digitale Markt-Romantik: Vom Bitcoin zur Krypto-Ökonomie?

1. Juni 2022 – 15:07 Uhr

Bit­coin hat bis­her vor­wie­gend mit aben­teu­er­li­chen Kurs­ka­prio­len Schlag­zei­len gemacht. Wel­che dar­über hin­aus­ge­hen­de Bedeu­tung und wel­che Zukunft haben die durch Bit­coin und ande­re Kry­p­­to-Pro­­­je­k­­te aus­ge­lös­ten Ver­än­de­run­gen für Geld und Finanz­we­sen, Wirt­schaft und Gesellschaft?

u.a. mit Lana Swartz, Brett Scott, Hans Wu

Das Debat­ten­fo­rum beschäf­tigt sich mit der Ampel-Koali­ti­on in Deutschland.

Edi­to­ri­al und Debat­ten­fo­rum sind online abruf­bar. Bestel­len kann man den Kurs­wech­sel hier.

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Präsentation des neuen Kurswechsel

29. März 2022 – 12:01 Uhr


4.Mai, Beginn 18h, in der ÖGB Fachbuchhandlung:
Heft­prä­sen­ta­ti­on der Zeit­schrift Kurs­wech­sel zum The­ma Poli­ti­sche Öko­no­mie kri­ti­scher Infrastruktur

Covid-19 hat sie ins Schein­wer­fer­licht gerückt: Die soge­nann­te „kri­ti­sche Infra­struk­tur“, die das gesell­schaft­li­che und wirt­schaft­li­che Leben im Fluss hält. Doch was pas­siert, wenn sie ins Sto­cken gerät? Ihr Umfang und Schutz sind eben­so umkämpft wie die Fra­ge danach, was in der gegen­wär­ti­gen Viel­fach­kri­se über­haupt als „sys­tem­re­le­vant“ aner­kannt wird. Wer pro­fi­tiert von der Auf­wer­tung kri­ti­scher Infra­struk­tur? Wel­che Sys­tem­re­le­vanz wird hin­ge­gen nur beklatscht? Wie wer­den kri­ti­sche Infra­struk­tu­ren durch die ver­schärf­ten sozia­len, öko­lo­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Kri­sen her­aus­ge­for­dert? Hat die Pri­va­ti­sie­rungs­ideo­lo­gie gera­de nur Pau­se oder erle­ben wir eine Rück­kehr des Öffentlichen?

Die­se und ande­re hoch­ak­tu­el­le Fra­gen stel­len Autor:innen unse­rer Schwer­punkt­aus­ga­be zur Dis­kus­si­on. Dafür bestehen vor Ort viel­fäl­ti­ge Anknüp­fungs­punk­te: Sie rei­chen von „beklatsch­ter Sys­tem­re­le­vanz“ in der kri­ti­schen Infra­struk­tur der Daseins­vor­sor­ge (Dani­el Haim, Katha­ri­na Mader, Jana Schult­heiß) über kri­ti­sche Ver­kehrs­in­fra­struk­tur in der öko­lo­gi­schen Kri­se (Xenia Miklin, Hans Vol­ma­ry) und gestie­ge­ne Finanz­in­ter­es­sen an kri­ti­scher sozia­ler Infra­struk­tur (Leon­hard Plank) und Wen­dun­gen glo­ba­li­sier­ter Pri­va­ti­sie­rungs­po­li­tik in der COVID-19-Kri­se (Oli­ver Praus­mül­ler) bis hin zu alter­na­ti­ven Per­spek­ti­ven auf digi­ta­le Infra­struk­tu­ren (Astrid Krisch).

Ort: ÖGB Fach­buch­hand­lung, Rat­haus­stra­ße 21, 1010 Wien (neben Neu­em Institutsgebäude)

Wäh­rend der Ver­an­stal­tung gilt Mas­ken­pflicht (FFP2). Wir bit­ten dar­um, sich tages­ak­tu­ell über Schutz-Rege­lun­gen zur Ver­an­stal­tung infor­miert zu hal­ten (www.beigewum.at).

Hin­ter­grund & Edi­to­ri­al zum Heft: http://www.beigewum.at/kurswechsel/jahresprogramm-2021/heft‑4–2021-politische-oekonomie-kritischer-infrastruktur/

In Koope­ra­ti­on mit AK Wien

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Neuer Kurswechsel – Politische Ökonomie kritischer Infrastruktur

22. Februar 2022 – 18:42 Uhr

Covid-19 hat sie ins Schein­wer­fer­licht gerückt: Die soge­nann­te „kri­ti­sche Infra­struk­tur“, die das gesell­schaft­li­che und wirt­schaft­li­che Leben im Fluss hält. Doch was pas­siert, wenn sie ins Sto­cken gerät? Ihr Umfang und Schutz sind eben­so umkämpft wie die Fra­ge danach, was in der gegen­wär­ti­gen Viel­fach­kri­se über­haupt als „sys­tem­re­le­vant“ aner­kannt wird. Wer pro­fi­tiert von der Auf­wer­tung kri­ti­scher Infra­struk­tur? Wel­che Sys­tem­re­le­vanz wird nur „beklatscht“? Hat die Pri­va­ti­sie­rungs­ideo­lo­gie gera­de nur Pau­se oder erle­ben wir eine Rück­kehr des Öffentlichen?

Das Debat­ten­fo­rum befasst sich mit „Arbeit im Plattformkapitalismus“.

Edi­to­ri­al und Debat­ten­fo­rum sind online abruf­bar. Bestel­len kann man den Kurs­wech­sel hier.

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Der Kurswechsel 3/2021 ist da! Integration – Desintegration

3. Februar 2022 – 14:15 Uhr

Vor drei Jahr­zehn­ten gin­gen in Jugo­sla­wi­en und in der Sowjet­uni­on kapi­ta­lis­ti­sche Transformation
und Des­in­te­gra­ti­on Hand in Hand. Das gibt Anlass im Kurs­wech­sel zu „Inte­gra­ti­on – Desintegration“
der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wel­che poli­tisch-öko­no­mi­schen Fak­to­ren hin­ter den damaligen
Zer­falls­pro­zes­sen ste­cken und wel­che Ähn­lich­kei­ten und Unter­schie­de es zu den aktuellen
Des­in­te­gra­ti­ons­ten­den­zen in Euro­pa gibt.

Joa­chim Becker dis­ku­tiert die aktu­el­le Kurswechsel-
Aus­ga­be am East­blog der Uni­ver­si­tät Wien und im online Stan­dard.

Edi­to­ri­al, Inhalts­ver­zeich­nis und Debat­ten­fo­rum sind wie immer online einsehbar!

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Climate-social politics: How to shape a just and emission-free society? – Discussion

20. Januar 2022 – 21:35 Uhr

Cli­ma­te-social poli­tics: How to shape a just and emis­si­on-free society?

27.1.2022, 1.15 – 2.45 pm, online
https://archaea.univie.ac.at/climate/

When social dimen­si­ons are brought into the cli­ma­te cri­sis dis­cour­se, the achie­ve­ment of both,
social and eco­lo­gi­cal advan­ta­ges, is often framed as con­flic­ting goals. For instance, it is argued
that effec­ti­ve emis­si­on reduc­tion might lead to hig­her rates of unem­ploy­ment or might
incre­a­se fuel pover­ty. Even though the­se argu­ments must be taken serious­ly, this panel
dis­cus­sion wants to advan­ce ano­t­her per­spec­ti­ve which has been recent­ly intro­du­ced in the
book “Cli­ma­te-social poli­tics” (https://klimasozial.at/). The book dis­cus­ses how progressive
cli­ma­te-social poli­tics can crea­te fun­da­men­tal impro­ve­ments in our lives –in the eco­lo­gi­cal and
the social dimen­si­ons ali­ke. We draw on the­se insights and will address the fol­lowing questions
in our panel dis­cus­sion: What role does wealth play for effec­ti­ve cli­ma­te poli­tics? How can
social ine­qua­li­ty be addres­sed and how can social poli­tics be lin­ked to cli­ma­te poli­tics? In what
way can we shape bud­get and tax poli­tics to make them cli­ma­te friendly?

Panelists:
Katha­ri­na Boh­nen­ber­ger is a socio-eco­lo­gi­cal eco­no­mist at the Insti­tu­te for Socio-Eco­no­mics of
the Uni­ver­si­ty of Duisburg-Essen.Marlene Engel­horn is advo­ca­ting for tax jus­ti­ce for tax­me­now and also part of a group of
young peop­le with wealth figh­t­ing for redis­tri­bu­ti­on of wealth, land and power after the model
of Resour­ce Generation.
Hen­drik Thei­ne is a post­doc­to­ral rese­ar­cher at the Depart­ment of Eco­no­mics at the Vienna
Uni­ver­si­ty of Eco­no­mics and Business.
Kata­ri­na Vrti­ka­pa is an eco­no­mist and board mem­ber of BEIGEWUM.

Mode­ra­ti­on: Chris­ti­na Plank is a post­doc­to­ral rese­ar­cher at the Insti­tu­te for Development
Rese­arch at Uni­ver­si­ty of Natu­ral Resour­ces and Life Sci­ence, Vien­na (BOKU).

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Bericht der Präsentation des COVID-Kaleidoskop am 04.11.2021

10. Dezember 2021 – 8:45 Uhr

Prä­sen­ta­ti­on des COVID-Kalei­do­skops II am 4.11.2021

Das Covid-Kalei­do­skop des BEIGEWUM wid­met sich in sei­nem zwei­ten Teil der Fra­ge: Was tun nach der Kri­se? Gera­de in Berei­chen, in denen die Covid-Kri­se bestehen­de Pro­ble­me ver­schärft hat, ist der Hand­lungs­be­darf noch grö­ßer gewor­den. Häu­fig haben die Maß­nah­men der Pan­de­mie­be­kämp­fung die­se Ver­schär­fun­gen aus­ge­löst: Etwa im Bereich der unbe­zahl­ten Arbeit, der Bil­dung durch die Schlie­ßung von Bil­dungs- und Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen oder beim mas­si­ven Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit. Klar ist: Das blo­ße Zurück­fah­ren der Maß­nah­men wird nicht aus­rei­chen, um die Pro­ble­me zu lösen. Viel­mehr muss jetzt die Gele­gen­heit zu fort­schritt­li­chen Maß­nah­men und einer pro­gres­si­ven Poli­tik ergrif­fen werden.

Unter dem Titel „Was tun nach der Kri­se? Pro­gres­si­ve Vor­schlä­ge aus geschlechter‑, geld- und ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Per­spek­ti­ven“ fand daher am 4. Novem­ber 2021 im Repu­bli­ka­ni­schen Club die Prä­sen­ta­ti­on des zwei­ten Teils des Covid-Kalei­do­skops statt. Katha­ri­na Mader (Öko­no­min, wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin an der WU Wien, Refe­ren­tin in der Frau­en­ab­tei­lung der AK Wien, forscht seit 10 Jah­ren zu unbe­zahl­ter Arbeit) stell­te dabei ihren Arti­kel über „Geschlech­ter­ge­recht aus der Pan­de­mie“ vor. Stell­ver­tre­tend für die bei­den Bei­trä­ge aus dem Glo­ba­len Süden (einer aus Süd­afri­ka und ein zwei­ter aus Mosam­bik) prä­sen­tier­te Tobi­as Ori­sch­nig (BEIGEWUM Vor­stands­mit­glied und beschäf­tigt sich mit ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen) die­se und sprach dabei von „Umver­tei­lung für den Glo­ba­len Süden – von der Impf­stoff­be­schaf­fung bis zum geld­po­li­ti­schen ‘bai­ling out’“. Als drit­te Dis­ku­tan­tin am Podi­um war Lea Stei­nin­ger (Öko­no­min am Insti­tut für Inter­na­tio­na­le Wirt­schaft der WU Wien. Sie forscht zu mone­tä­rer Öko­no­mie und ‘mar­ket-based finan­ce’) ver­tre­ten, die über das The­ma „Wel­che Rol­le sol­len Zen­tral­ban­ken bei der Bekämp­fung von Kri­sen spie­len?“ sprach. Mode­riert wur­de die Ver­an­stal­tung von Bet­ti­na Hai­din­ger (BEIGEWUM). 

Für das Covid-Kalei­do­skop führ­te Jana Schult­heiss ein Gespräch mit Katha­ri­na Mader, mit der Leit­fra­ge, wie wir geschlech­ter­ge­recht wie­der aus der Coro­na-Kri­se her­aus­kom­men kön­nen. Hin­ter­grund für Katha­ri­na Maders Exper­ti­se ist unter ande­rem eine Befra­gung aus dem Jahr 2020 über die geschlechts­spe­zi­fi­schen Aus­wir­kun­gen der Maß­nah­men zur Pan­de­mie­be­kämp­fung (vor allem Lock­downs), die gezeigt hat, dass sich die tra­di­tio­nel­le Rol­len- und Arbeits­auf­tei­lung zwi­schen den Geschlech­tern zugespitzt hat. Sie erklär­te, dass Kri­sen im all­ge­mei­nen wie auch die Coro­na-Kri­se im spe­zi­el­len müh­sam erreich­te Gleich­stel­lungs­zie­le zurück­wer­fen. In ihrem Bei­trag zeigt sie, dass es die „alten“ femi­nis­ti­schen For­de­run­gen (Arbeits­zeit­ver­kür­zung, Umver­tei­lung unbe­zahl­ter Arbeit, Rechts­an­spruch auf unbe­zahl­te Kin­der­be­treu­ung, etc.) sind, die immer noch höchst rele­vant sind und auf die poli­ti­sche Agen­da gehö­ren. Dar­über hin­aus gibt es mit der Initia­ti­ve „Mehr für Care“ eini­ge sehr kon­kre­te For­de­run­gen für ein femi­nis­ti­sches Zukunfts­pa­ket, auf die im Bei­trag hin­ge­wie­sen werden.

Tobi­as Ori­sch­nig stell­te fest, dass in unse­ren Brei­ten wenig dar­über nach­ge­dacht wird, wie sich die Covid-Kri­se im Glo­ba­len Süden aus­ge­wirkt hat und was das aber mit uns im Glo­ba­len Nor­den zu tun hat. Die bei­den Kalei­do­skop-Bei­trä­ge zu Covid-Kri­se und Glo­ba­ler Süden beto­nen, dass die Covid-Kri­se wie nur weni­ge Ereig­nis­se zuvor deut­lich gemacht haben, dass die gesam­te Welt in die Bewäl­ti­gung die­ser mit­ein­be­zo­gen wer­den muss. Lei­der ist jedoch genau das Gegen­teil pas­siert, die glo­ba­le Ungleich­heit hat sich wei­ter ver­schärft. Hier ist wich­tig zu fra­gen: Wel­che Stra­te­gien der Pan­de­mie­be­wäl­ti­gung wur­den im Glo­ba­len Süden ver­folgt oder konn­ten eben nicht ver­folgt werden?

Zum The­ma Geld­po­li­tik inter­view­te Tama­ra Prem­rov im Covid-Kalei­do­skop Lea Stei­nin­ger, einem Bereich, der oft nur Spe­zia­lis­tIn­nen vor­be­hal­ten bleibt. Im bes­ten Fall wird dar­über gejam­mert, dass die Zin­sen zu nied­rig, oder gefürch­tet, dass die Infla­ti­on zu hoch ist. Span­nen­de Fra­gen sind jedoch: War­um ist Geld­po­li­tik in Kri­sen­zei­ten – und kon­kret jetzt in der Coro­na-Pan­de­mie –  ein wich­ti­ges wirt­schafts­po­li­ti­sches Instru­men­ta­ri­um? Was hat die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) – als wich­tigs­ter Euro­päi­scher Play­er in der euro­päi­schen Geld­po­li­tik – an geld­po­li­ti­schen Maß­nah­men gesetzt und wie sind die­se Maß­nah­men mit Blick auf die Kri­sen­be­wäl­ti­gung ein­zu­schät­zen? In der Dis­kus­si­on argu­men­tier­te Lea Stei­nin­ger außer­dem, dass es auch für die Geld­po­li­tik alter­na­ti­ve Maß­nah­men­sze­na­ri­en gibt, die über die aktu­el­len Maß­nah­men­pa­ke­te der EZB hin­aus­ge­hen. Zu dis­ku­tie­ren bleibt dem­nach: Wie soll eine EZB Geld­po­li­tik der Zukunft aus­se­hen, die effek­tiv zur Bekämp­fung aktu­el­ler gesell­schaft­li­cher, öko­lo­gi­scher und öko­no­mi­scher Kri­sen, die Kli­ma­kri­se und für „ein gutes Leben für alle“ beiträgt?

Wer mehr dazu wis­sen möchte: 

Das COVID-Kalei­do­skop, Teil 1 – Eine Bestands­auf­nah­me und Teil 2 – Was tun nach der Kri­se, fin­det ihr auf der BEI­GEWUM-Home­page: Teil 1 & Teil 2

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Präsentation des COVID – Kaleidoskop II

21. Oktober 2021 – 8:54 Uhr

Podi­ums­dis­kus­si­on: Pro­gres­si­ve Vor­schlä­ge aus geschlechter‑, geld‑, und ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Perspektiven

Mit Katha­ri­na Mader (Geschlech­ter­ge­recht aus der Pan­de­mie), Tobi­as Ori­sch­nig (Umver­tei­lung für den Glo­ba­len Süden – von der Impf­stoff­be­schaf­fung bis zum geld­po­li­ti­schen „Bai­ling out“), und Lea Stei­nin­ger (Wel­che Rol­le sol­len Zen­tral­ban­ken bei der Bekämp­fung von Kri­sen spielen?)

Mode­ra­ti­on: Bet­ti­na Hai­din­ger (Bei­gewum)
Ver­an­stal­tungs­ort: Repu­bli­ka­ni­scher Club, Rockh­gas­se 1, 1010 Wien
Datum & Beginn: 4. Novem­ber 2021, 19 Uhr

Covid-Regel: Für die Ver­an­stal­tung gilt die 2,5 G Regel (geimpft, gene­sen oder PCR-getes­tet) und Mas­ken­pflicht. Bit­te mel­det euch unter beigewum@beigewum für die Ver­an­stal­tung an!

Mehr Infor­ma­ti­on über das COVID – Kalei­do­skop II und der kos­ten­lo­se Down­load sind hier zu fin­den. Infor­ma­tio­nen und den Down­load des COVID – Kalei­do­skop I fin­det man hier.

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