News & Termine – BEIGEWUM

Kategorie: News & Termine


Virtuelles Mediengespräch: Coronakrise und Prekarität

17. Dezember 2020 – 14:49 Uhr

BEIGEWUM Vor­stands­mit­glie­der Johan­na Neu­hau­ser und Bet­ti­na Hai­din­ger waren am 17.12. zu Gast in einem Medi­en­ge­spräch vom DIS­KURS-Netz­werk zum The­ma Coro­na-Pan­de­mie und Pre­ka­ri­tät. Es ging um die Fra­ge, wie die Pan­de­mie Risi­ken und Belas­tun­gen unsi­che­rer Arbeit ver­schärft, wer davon betrof­fen ist und wie damit umge­gan­gen wer­den kann.

Die Medi­en­map­pe zum Gespräch fin­det man hier: Medi­en­map­pe Pres­se­ge­spräch Pre­ka­ri­tät in der Coronakrise

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Offener Brief und Petition angesichts der geplanten Schließung der ÖGB- Buchhandlung

15. Dezember 2020 – 11:01 Uhr

Mit Bestür­zung und Betrüb­nis haben wir aus den Medi­en erfah­ren, dass die ÖGB Fach­buch­hand­lung in der Rat­haus­stra­ße 21 im kom­men­den Jahr schlie­ßen soll.

Als Ver­ein von Sozialwissenschafter_​innen, der sich dar­um bemüht, kri­ti­sche For­schungs­tä­tig­keit in die poli­ti­sche Debat­te ein­zu­brin­gen, haben wir die Fach­buch­hand­lung in den letz­ten Jah­ren bei eini­gen Gele­gen­hei­ten als Ver­an­stal­tungs­ort nut­zen dür­fen. Der Aus­tausch zwi­schen Gewerk­schaf­ten und kri­ti­scher Wis­sen­schaft ist gera­de in Zei­ten von Regie­run­gen, die sich arbeit­neh­me­rIn­nen­feind­li­chen und auto­ri­tä­ren Vor­ha­ben ver­schrei­ben und die poli­ti­sche Debat­te nach rechts ver­schie­ben, von hoher Bedeu­tung. Wir haben die Fach­buch­hand­lung als wich­ti­gen und nie­der­schwel­li­gen Ort für einen sol­chen Aus­tausch erlebt. Eine Auf­lö­sung der Buch­hand­lung wür­de einer Zer­stö­rung einer Struk­tur mit gro­ßer Wir­kung und hohem Poten­ti­al gleich­kom­men, die nicht rasch wie­der­her­ge­stellt wer­den kann.

Aus die­sem Grund haben wir als BEIGEWUM und Kurs­wech­sel-Redak­tio­nen einen offe­nen Brief an den ÖGB-Prä­si­den­ten Kat­zi­an und die Geschäfts­füh­re­rin Kraß­nit­zer for­mu­lie­ren, in dem wir uns für den Erhalt der Buch­hand­lung aussprechen.

Den Brief kann man hier als PDF abru­fen: Offe­ner Brief bezüg­lich der Schlie­ßung der ÖGB-Buchhandlung

Wei­ters rufen wir dazu auf, die Peti­ti­on zum Erhalt der Buch­hand­lung zu unter­schrei­ben: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/unsere-oegb-fachbuchhandlung-muss-bleiben#petition-main 

 

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Kurswechsel 3/2020: Ostöffnung – Westintegration

1. Dezember 2020 – 13:26 Uhr

Gut drei Jahr­zehn­te liegt der „Fall der Mau­er“ zurück. Unmit­tel­bar bezog er sich auf die Ber­li­ner Mau­er, meta­pho­risch auf die Sys­tem­gren­ze zwi­schen den kapi­ta­lis­ti­schen und staats­so­zia­lis­ti­schen Län­dern Euro­pas. Bin­nen kur­zem impli­zier­te er eine öko­no­mi­sche Öff­nung des Ostens. In die­ser Kurs­wech­sel-Num­mer wol­len wir die Ent­wick­lung der Wirt­schafts­be­zie­hun­gen zwi­schen den west­eu­ro­päi­schen Kern­län­dern und den heu­te noch der indus­tria­li­sier­ten Peri­phe­rie zuzu­rech­nen­den Län­der Zen­tra­lost­eu­ro­pas – Polen, Slo­wa­kei, Slo­we­ni­en, die Tsche­chi­sche Repu­blik und Ungarn – nach­zeich­nen und analysieren.

Mit Bei­trä­gen von Julia Grüb­ler, Joa­chim Becker, Andrea Kom­lo­sy uvm.

Das Debat­ten­fo­rum wid­met sich der Fra­ge, in wel­che Rich­tung sich die Kri­sen­po­li­tik der EU entwickelt.

Das Edi­to­ri­al,  das Debat­ten­fo­rum sowie das Inhalts­ver­zeich­nis kann hier als PDF gele­sen werden 

Bestel­lun­gen des Hefts sind hier möglich

 

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Offener Brief zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des EU-Mercosur-Abkommens

6. November 2020 – 17:01 Uhr

Wir, die unter­zeich­nen­den Öko­nom­In­nen, wol­len zu einer kri­ti­schen Bewer­tung des EU Mer­co­sur-Abkom­mens bei­tra­gen, das der­zeit von den EU-Mit­glied­staa­ten, den EU Insti­tu­tio­nen und den Mer­co­sur-Län­dern zur Rati­fi­zie­rung vor­be­rei­tet wird. Nach Ansicht der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on wird das vor­ge­schla­ge­ne Abkom­men sowohl für die euro­päi­schen als auch für die Mer­co­sur-Län­der wirt­schaft­lich vor­teil­haft sein, da das BIP-Niveau stei­gen wird. Dies wird im Ent­wurf des Abschluss­be­richts zur nach­hal­ti­gen Fol­gen­ab­schät­zung (Sus­tainab­le Impact Assess­ment – SIA) für den Han­dels­teil des EU Mer­co­sur-Asso­zia­ti­ons­ab­kom­mens unter­stri­chen, der von For­sche­rin­nen der Lon­don School of Eco­no­mics (LSE) durch­ge­führt und im Juli 2020 ver­öf­fent­licht wurde.


Wir hal­ten es für wich­tig, die Öffent­lich­keit dar­über zu infor­mie­ren, dass die Wirt­schafts­mo­del­le, die zur Berech­nung die­ser angeb­li­chen Gewin­ne ver­wen­det wer­den, für die Bewer­tung der sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen die­ses Abkom­mens nicht geeig­net sind. Ande­re Stu­di­en, die ver­schie­de­ne Model­le ver­wen­den, befas­sen sich mit den
Umwelt­kos­ten des welt­wei­ten Güter­ver­kehrs, den Aus­wir­kun­gen der Ent­wal­dung und den Aus­wir­kun­gen auf Klein­bau­ern und ‑bäue­rin­nen in der EU und den Mer­co­sur-Län­dern. Die­se alter­na­ti­ven Aus­wir­kungs­stu­di­en zei­gen sehr unter­schied­li­che Ergeb­nis­se und zei­gen auf, wie die­ses Abkom­men die Erfül­lung der Pari­ser Kli­ma­zie­le behin­dern und schwer­wie­gen­de wirt­schaft­li­che und sozia­le Aus­wir­kun­gen auf Arbeitnehmer*innen und Land­wir­te –ins­be­son­de­re Klein­bau­ern und ‑bäue­rin­nen – sowohl in Latein­ame­ri­ka als auch in Euro­pa
haben wür­de.

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Ernte, Pflege, Fleischindustrie: migrantische Arbeit in Zeiten von COVID – Online-Podiumsdiskussion

2. November 2020 – 15:10 Uhr

Durch die Coro­na-Kri­se wur­de migran­ti­sche Arbeit ins Zen­trum der poli­ti­schen und media­len Auf­merk­sam­keit gerückt: Gera­de das Aus­blei­ben etwa von Pfle­ge­kräf­ten und Erntehelfer*innen aus Ost­eu­ro­pa hat deren öko­no­mi­sche und sozia­le Bedeu­tung für die Auf­nah­me­ge­sell­schaf­ten des Wes­tens ein­drück­lich ver­deut­licht. Die Coro­na-Aus­brü­che in den Schlacht­hö­fen haben zudem gezeigt, dass die viel beklatsch­ten Systemerhalter*innen nicht bloß den Gefah­ren der Pan­de­mie, son­dern auch beson­ders aus­beu­te­ri­schen Arbeits­ver­hält­nis­sen aus­ge­setzt sind.

In der Debat­te unter­be­lich­tet blie­ben zumeist jedoch die genaue­ren Zusam­men­hän­ge zwi­schen Arbeit und Migra­ti­on: Wie etwa schreibt sich Migra­ti­on in den Arbeits­markt ein und wel­che Pro­zes­se der Seg­menta­ti­on sind dabei zu beob­ach­ten? Wo wird die exten­si­ve Aus­beu­tung migran­ti­scher Arbeits­kraft beson­ders sicht­bar und wel­che For­men von Arbeits­kämp­fen sind damit ver­bun­den? Und wie schließ­lich arti­ku­lie­ren sich Struk­tu­ren, Kon­flik­te und Inter­es­sen rund um das The­ma Arbeit und Migra­ti­on in der aktu­el­len Krisenbearbeitung?

Sol­che und ähn­li­che Fra­gen zur poli­ti­schen Öko­no­mie der (Arbeits-)Migration inner­halb Euro­pas und dar­über hin­aus ste­hen im Fokus von Heft 3/​2019 des Kurs­wech­sel und wer­den auch bei der Online-Ver­an­stal­tung am 26. Novem­ber 2020  um 18:00 zur Dis­kus­si­on gestellt.

Podi­ums­dis­kus­si­on mit:

Peter Bir­ke (Uni­ver­si­tät Göttingen) 

Johan­na Neu­hau­ser (Uni­ver­si­tät Wien) 

Chris­toph Reinprecht (Uni­ver­si­tät Wien) 

Mode­ra­ti­on: Ilker Ataç (Hoch­schu­le Fulda)

Der Zugang zum Stream erfolgt über Webex:

https://hs-fulda.webex.com/webappng/sites/hs-fulda/meeting/download/a0ad8c2afbe24cb3a44fb77fb978674a?siteurl=hs-fulda&MTID=m7f4cd84887816c483c0d0fb1a9af6e59

Mee­ting-Kenn­num­mer: 137 113 9202 /​ Pass­wort: afFzZkud257 /​ Gast­ge­ber-Kenn­num­mer: 814074

Bei Fra­gen bzw. tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten kon­tak­tie­ren Sie markus.griesser@univie.ac.at

Eine Ver­an­stal­tung des BEIGEWUM in Koope­ra­ti­on mit der Arbei­ter­kam­mer Wien und der Hoch­schu­le Fulda

Die Ver­an­stal­tungs­ein­la­dung als PDF fin­det man außer­dem hier

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Kurswechsel 2/2020: Zensur – Zwischen antihegemonialen Kämpfen und Selbstkontrolle

16. Oktober 2020 – 11:19 Uhr

Die COVID-19-Kri­se mit ihren poten­zi­ell und teils auch real anstei­gen­den sozia­len Span­nun­gen war bereits in der ers­ten Pha­se Anlass für ver­schie­de­ne Regie­run­gen sowohl in der Gesetz­ge­bung als auch in der Pra­xis Maß­nah­men der Zen­sur zu ergreifen.

Das Ver­spre­chen der Frei­heit in kapi­ta­lis­ti­schen Sys­te­men und moder­nen Demo­kra­tien lässt auf den ers­ten Blick „Zen­sur“ als ein ana­chro­nis­ti­sches The­ma erschei­nen. Zen­sur ist aber ein dyna­mi­sches Phä­no­men, das dia­chron sowohl auto­ri­tä­re Regimes als auch libe­ra­le bzw. deli­be­ra­ti­ve Öffent­lich­kei­ten betrifft.

Im Kurs­wech­sel 2/​2020 wird die­ses The­ma aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven beleuch­tet. Wag­ner Romão und Josué Medei­ros schrei­ben über die Situa­ti­on unter Bol­so­na­ro in Bra­si­li­en, Kris­tóf Nagy und Már­ton Szar­vas ana­ly­sie­ren die Stra­te­gien der Kul­tur­ar­bei­te­rIn­nen im Ungarn der 2010er Jah­re, Nima Oba­ro und Danie­la Rech­ling schrei­ben über die Neo­li­be­ra­li­sie­rung des Cur­ri­cul­ums der Basis­bil­dung im Bereich der Erwach­se­nen­bil­dung, Dani­el Moß­bru­cker wid­met sich dem The­ma digi­ta­ler Zen­sur und Ben­te Gieß­el­mann the­ma­ti­siert den Begriff der „can­cel culture“.

Das Debat­ten­fo­rum besteht die­ses Mal aus Mani­fes­ten für den Wie­der­auf­bau nach Coro­na. Es besteht aus 4 Bei­trä­gen, die die Berei­che Kli­ma, Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit, Euro­pa und Infra­struk­tur­po­li­tik thematisieren.

Das kom­plet­te Debat­ten­fo­rum, das voll­stän­di­ge Inhalts­ver­zeich­nis, sowie das Edi­to­ri­al kön­nen Sie als PDF lesen.

Bestel­lun­gen des Hefts sind hier möglich

 

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Das COVID – Kaleidoskop ist da!

30. September 2020 – 11:21 Uhr

Die Covid-Kri­se und ins­be­son­de­re der Lock­down im März und April führ­ten zum stärks­ten Wirt­schafts­ein­bruch in Öster­reich seit dem Zwei­ten Welt­krieg. Schnell zeig­te sich, dass die Kri­se ver­schie­de­ne Bevöl­ke­rungs­grup­pen unter­schied­lich hart trifft. Sie wirkt sich beson­ders für jene spür­bar nega­tiv aus, die sich bereits vor der Covid-Kri­se in pre­kä­ren Lebens­la­gen befan­den. Bestehen­de sozia­le Ungleich­hei­ten, wie etwa im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­lung von Lohn- und Sor­ge­ar­beit, Bil­dungs­chan­cen und Zukunfts­per­spek­ti­ven, ver­schär­fen sich. 

Hier set­zen die Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge des COVID-Kalei­do­skops an. Das Heft beleuch­tet in die­sem Zusam­men­hang bestehen­de gesell­schaft­li­che Schief­la­gen und ihre Ver­schär­fun­gen in der Covid-Kri­se.

Das COVID-Kalei­do­skop ist eine Online-Publi­ka­ti­on des BEIGEWUM, die über den Som­mer 2020 ent­stan­den ist, und ver­sucht einen mög­lichst brei­ten Blick auf die gesell­schaft­li­chen Fol­gen der Pan­de­mie zu wer­fen. Es beinhal­tet Kom­men­ta­re, Inter­views und wis­sen­schaft­li­che Bei­trä­ge, die die Covid-Kri­se aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln betrachten. 

Die Publi­ka­ti­on als PDF fin­det man hier

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Veranstaltung 5.10. im Republikanischen Club – „Wien: ein Modell im Zukunftstest“

28. September 2020 – 9:17 Uhr

Das Kurs­wech­sel Heft 4/​2019 ana­ly­siert aktu­el­le Trends der Wie­ner Stadt­ent­wick­lung und dis­ku­tiert, inwie­fern die Stadt (wei­ter­hin) Refe­renz alter­na­ti­ver Kom­mu­nal­po­li­tik ist. Galt Wien mit sei­nem gro­ßen öffent­li­chen Sek­tor vor 20 Jah­ren als Aus­lauf­mo­dell, so erfährt es in den letz­ten Jah­ren ver­mehrt Zuspruch und gilt man­chen sogar als Modell für eine „Stadt für alle“, deren Fun­da­ment ihre städ­ti­schen Infra­struk­tu­ren sind. Ange­sichts von Kli­ma­kri­se, Digi­ta­li­sie­rung und Ero­si­on des sozia­len Zusam­men­halts ste­hen die­se Infra­struk­tu­ren des All­tags­le­bens vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Die ein­zel­nen Bei­trä­ge unter­su­chen kri­tisch, wie sich Wien unter die­sen geän­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen wei­ter­ent­wi­ckelt: Wie ist etwa die aktu­el­le Wie­ner Woh­nungs­po­li­tik zu bewer­ten? Inwie­fern kön­nen inter­na­tio­na­le Erfah­run­gen für eine Öff­nung der städ­ti­schen Gover­nan­ce genutzt wer­den? Wel­che Rol­le kommt dabei inter­me­diä­ren Orga­ni­sa­tio­nen wie z.B. Wohn­bau­ge­nos­sen­schaf­ten zu und wie steht es um Par­ti­zi­pa­ti­on in der Stadt­pla­nung? Schließ­lich bringt eine eman­zi­pa­to­ri­sche Stadt­po­li­tik auch die Fra­ge nach alter­na­ti­ven Metri­ken zur Wohl­stands­mes­sung mit sich.

Das Heft ver­bin­det Ana­ly­se mit poli­ti­scher Ein­schät­zung zu zukunfts­fä­hi­ger Stadt­ent­wick­lung. Zwei Vor­schlä­ge wer­den im Zen­trum der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung ste­hen: Zum einen die Bedeu­tung sozi­al­öko­lo­gi­scher Infra­struk­tu­ren für eine zukunfts­fä­hi­ge Stadt­ent­wick­lung – hier­bei mit einem Fokus auf Woh­nen und Wohn­um­feld. Zum ande­ren ein bewoh­ner­zen­trier­tes Kon­zept von Stadt­bür­ger­schaft, das sozio­öko­no­mi­sche Teil­ha­be durch eine gesi­cher­te Grund­ver­sor­gung ermög­li­chen soll.

 

Es dis­ku­tie­ren: Mar­ga­ret Hade­rer (WU Wien), Jus­tin Kadi (TU Wien) und Andre­as Novy (WU Wien), Mode­ra­ti­on Vanes­sa Redak (BEIGEWUM)

WICHTIGaktu­ell kann nur eine beschränk­te Anzahl an Per­so­nen anwe­send sein. Wer teil­neh­men möch­te, kann sich unter  office@repclub.at anmel­den. Die Ver­an­stal­tung wird außer­dem auf­ge­zeich­net und spä­ter auf You­tube ver­füg­bar sein.

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Offener Brief besorgter WissenschafterInnen und Initiativen zum geplanten „Relaunch“ der Katholischen Sozialakademie

16. September 2020 – 16:43 Uhr

Die Katho­li­sche Sozi­al­aka­de­mie Öster­reichs (ksoe) wirkt seit über 60 Jah­ren als eine wich­ti­ge Insti­tu­ti­on des inter­dis­zi­pli­nä­ren und trans­dis­zi­pli­nä­ren Dia­logs in Öster­reich. Auf­grund der Coro­na­Pan­de­mie ist nun auch die­se Insti­tu­ti­on vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen gestellt: Durch die Pan­de­mie bre­chen vor­aus­sicht­lich Ein­nah­men weg, mit denen sich die ksoe zu zwei Drit­teln selbst finan­ziert. Mit Sor­ge neh­men wir nicht nur den Beschluss der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz zur Kennt­nis, der einen „Relaunch“ der Katho­li­schen Sozi­al­aka­de­mie Öster­reichs plant, son­dern auch die damit ver­bun­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, die mehr Fra­gen auf­wirft als sie beantwortet.

Denn spricht der Umstand, dass die Zukunft der dort täti­gen Mitarbeiter:innen zur Dis­po­si­ti­on gestellt wird, nicht deut­lich – und allen Bekun­dun­gen zum Trotz – für eine in ers­ter Linie inhalt­lich, ja, poli­tisch begrün­de­te Neu­aus­rich­tung der ksoe? Wel­che Neu­aus­rich­tung soll das sein, wenn sie im Grun­de genau das bewir­ken soll, was die ksoe in über 60 Jah­ren sehr erfolg­reich mit ihren Mitarbeiter:innen bereits unter Beweis gestellt hat? Näm­lich, ein „Kom­pe­tenz­zen­trum” der Katho­li­schen Sozi­al­leh­re zu sein, „das die kirch­li­che Exper­ti­se in die­sem Bereich zeit­ge­mäß bün­delt, ver­tieft und in einem öku­me­nisch offe­nen Dia­log mit den staat­li­chen und gesell­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen umsetzt“. Als 2019 das Jubi­lä­um der ksoe began­gen wur­de, wür­dig­te sie unter ande­rem Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der van der Bel­len für genau die­ses Enga­ge­ment. Wie passt die­ses Lob dazu, dass die ksoe „inhalt­lich und struk­tu­rell neu auf­ge­stellt“ wer­den soll?

Als Wissenschafter:innen unter­schied­li­cher Dis­zi­pli­nen und als zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven aus einer Viel­falt ver­schie­de­ner The­men­be­rei­che schät­zen wir die Arbeit und Arbeits­wei­se der ksoe. Wir ken­nen die ksoe durch ihre Tex­te, ihre Lehr­gän­ge, von Vor­trä­gen, als For­schen­de im Rah­men des Scha­sching-Fel­low­ships sowie durch ver­schie­de­ne Koope­ra­tio­nen. Die ksoe ist für uns kei­ne „Mar­ke“, wie es in einer Erklä­rung der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz heißt, son­dern eine gemein­wohl­för­dern­de Insti­tu­ti­on. Sie ist nicht nur eine wich­ti­ge unab­hän­gi­ge und kri­ti­sche Stim­me in der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft, die not­wen­di­ge Debat­ten anregt und bereits vie­le unver­zicht­ba­re Impul­se gege­ben hat. Nein, sie bie­tet auch den Raum für einen inter­dis­zi­pli­nä­ren Dia­log. Dabei steht die ernst­haf­te Aus­ein­an­der­set­zung mit The­men auf der Agen­da, die im nor­ma­len Hoch­schul­be­trieb, aber auch in der Arbeit zivil­ge­sell­schaft­li­cher Initia­ti­ven oft genug auf der Stre­cke blei­ben: sei­en es die sozi­al-öko­lo­gi­sche Trans­for­ma­ti­on, soli­da­ri­sche Wirt­schafts­for­men, Zeit­sou­ve­rä­ni­tät, Grund­ein­kom­men, Care oder Armut und Ungleich­heit. Mehr noch: Die ksoe war immer schon ein Ort der Trans­dis­zi­pli­na­ri­tät, deren Not­wen­dig­keit nun zuneh­mend auch in wei­te­ren Berei­chen der Wis­sen­schaft erkannt wird, und für die die ksoe eine Vor­rei­te­rin ist.

Des­halb bli­cken wir mit Sor­ge dem Vor­ha­ben einer „Neu­auf­stel­lung“ der Katho­li­schen Sozi­al­aka­de­mie Öster­reichs ent­ge­gen. Wir befürch­ten nicht nur das Ver­stum­men einer wich­ti­gen Stim­me in der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft, son­dern eben­so, dass ein frucht­ba­rer Ort des inter- und trans­dis­zi­pli­nä­ren Dia­logs ver­sie­gelt wird. Wir möch­ten die Ver­ant­wort­li­chen des­halb mit Nach­druck dazu auf­ru­fen und ermu­ti­gen, mit dem beab­sich­tig­ten „Relaunch“ den bis­he­ri­gen inhalt­li­chen und per­so­nel­len Kurs der ksoe nicht nur zu stär­ken, son­dern zu ver­tie­fen und zu erwei­tern und in die­sem Sinn für eine soli­de Finan­zie­rung zu sor­gen. Dies wür­de der ksoe zukünf­tig eine im sub­si­diä­ren Sin­ne eigen­stän­di­ge und unab­hän­gi­ge Arbeit ermög­li­chen und ihr erlau­ben, die Erfolgs­ge­schich­te der letz­ten sechs Jahr­zehn­te fortzusetzen

Den Brief als PDF sowie alle Per­so­nen und Initia­ti­ven die unter­schrie­ben haben fin­det man hier

 

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Climate Change and beyond – der neue Kurswechsel ist da!

28. Mai 2020 – 20:08 Uhr

Der neue Kurs­wech­sel ist da – es geht um „Cli­ma­te Chan­ge and Beyond“!

Bir­git Mahn­kopf schreibt über Kipp­punk­te im Kapi­ta­lis­mus, Josef Baum über die Kli­ma­po­li­tik Chi­nas, Hal­li­ki Kiki über die „Just Tran­si­ti­on“ und Chris­ti­an Ber­ger und San­dra Matz­in­ger über Ener­gie­ar­mut – um nur einen Aus­schnitt zu zeigen.

Das Debat­ten­fo­rum beschäf­tigt sich die­ses mal mit Pro­tes­ten und Regime­wech­sel in Lateinamerika.

Das kom­plet­te Debat­ten­fo­rum, das voll­stän­di­ge Inhalts­ver­zeich­nis, sowie das Edi­to­ri­al kön­nen Sie hier als PDF lesen.

Bestel­lun­gen des Hefts sind hier möglich

 

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