Aktuelles aus der Beigewum Redaktion
80 Jahre ›Schwarzer Donnerstag‹ – John Kenneth Galbraith neu gelesen
Am Donnerstag, den 24. Oktober 1929 „wechselten 12.894.650 Anteile den Besitzer, die meisten zu einem Preis, der die Träume und Hoffnung der bisherigen Inhaber restlos Zerstörte“ (S. 136). Das schreibt John Kenneth Galbraith in seinem Buch Der Große Crash 1929....
4.11.09: Kritik in der Krise?! Kurswechsel Heftpräsentation
Kritik in der Krise?! Positionierungen und Reflexionen einer Kritischen Sozialen Arbeit Mittwoch, 4. November 2009, 18.30 – 21.00 Uhr Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien Volker Eick (FU Berlin), Fabian Kessl (Uni Duisburg), Susanne Maurer...
Private Pensionssysteme und die Finanzkrise
Die Vermögen, die international für die Altersvorsorge „angespart" wurden, sind riesig. Die Pensionsfonds alleine (also ohne private Versicherungsverträge, Pensionsrückstellungen und Fonds von Finanzinstitutionen) hatten 2007 ein Vermögen von sage und schreibe...
Gut gemeint oder gut gewesen?
"Lassen wir die Konjunkturpakete wirken," ist das Standardzitat österreichischer PolitikerInnen, um einem dritten sozialen Paket eine Absage zu erteilen. Nur, wer weiß, WIE und WANN die Pakete wirken? International haben alle Konjunkturpakete gemein, dass sie nicht...
Appell zur Reform der Ökonomie
Eine Appell zur Reform der Ökonomie, getragen von einer keynesianisch-institutionalistischen Allianz: „Dear Colleague The web plea/petition in support of the words below by Paul Krugman now has over 1300 signatures, the majority of which are qualified academics....
Ein Jahr danach
Beim Hören des Podcasts von Planet Money zum einjährigen Jubiläum der Krise (und zugleich des Podcasts selbst) sind einige interessante Beobachtungen zu machen. Zum Beispiel: wie schnell die Finanzmächtigen dieser Welt ihre Terminologie änderten; innerhalb weniger...
OECD für öffentliche Beschäftigung und soziale Absicherung in der Krise
Unverdächtiger könnte der Zeuge nicht sein: Nachdem die OECD über Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte hinweg der Deregulierung der Arbeitsmärkte das Wort geredet hat, werden in letzter Zeit die Töne etwas moderater und analytisch differenzierter. Im heute (16. September...
Schopenhauer und die Tobin Tax
Durch die Antwort des für Steuern zuständigen EU-Kommissars László Kovács auf die Anfrage der österreichischen grünen EU-Abgeordneten Ulrike Lunacek scheint der Höhepunkt der Schopenhauer'schen zweiten Phase, die eine gute Idee durchläuft, erreicht worden zu sein: als...
Ist die Krise männlich?
Vor genau zehn Jahren warf sie endgültig das Handtuch. Brooksley Born, damals Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission, der für den Derivatehandel zuständigen US-amerikanischen Aufsichtsbehörde, hat einen langen von Anfang an aussichtslosen Kampf für die...
›Starve the beast‹ reloaded?
»›Starving the beast‹ is a fiscal-political strategy of some American conservatives to use budget deficits via tax cuts to force future reductions in the size of government«, so steht es in der englischsprachigen Wikipedia. Der Staat soll demnach über Steuerkürzungen...
§ 278a StGB: Ein Angriff auf die Zivilgesellschaft
Am 21. Mai 2008 stürmten Spezialeinheiten der Polizei gegen ca. 6:00 Uhr mindestens 24 Wohnungen bzw. Vereinslokale von Tierrechtsaktivist_innen in Wien und anderen Orten in Österreich. Viele der Bewohner_innen wurden mit gezogenen Waffen aus dem Schlaf gerissen.
Blame it on the government
Schreibt Paul Krugman: "The astonishing thing about the current political scene is the extent to which nothing has changed." Was leider abzusehen war. Sehen wir von den Wahnsinnigkeiten in der aktuellen Gesundheitsreformdebatte in den USA mal ab: Es zeigt sich doch...
Die Banker, die Manager, die Boni und die Staatshilfe: Ein Dreigroschenopern-Roman
In Bertolt Brechts Theatermoritat von Dieben, Bettlern und der feinen Gesellschaft (1) ist Moral eine heuchlerische, der Bourgeoisie vorbehaltene Kategorie; gesellschaftlicher Zusammenhalt existiert faktisch nicht. Dort fragt Mackie Messer rhetorisch „Was ist ein...
Jean-Paul Fitoussi und Joseph Stiglitz zu „Was hat die Einkommensverteilung mit der Krise zu tun?“
Jean-Paul Fitoussi und Joseph Stiglitz argumentieren in ihrem Aufsatz „The Ways Out of the Crisis and the Building of a More Cohesive World“ (https://www.ofce.sciences-po.fr/pdf/dtravail/WP2009-17.pdf), die aktuelle Weltwirtschaftskrise habe ihre Ursache in der seit den 1980er Jahren ungleicher werdenden Einkommensverteilung.
Out now: Kurswechsel 2/09 „Politische Ökonomie der USA“
In der aktuellen Ausgabe finden sich Beiträge Gérard Duménil und Dominique Lévy über die Krise des Neoliberalismus, Marion Wieser über Religion als Geschäft, Andrea Grisold über das Land der Medien, Elisabeth Springler zur politischen Ökonomie des Desasters, Thomas...
Der „falsche Sex“ und die „richtige Armut“ – Studienergebnisse aus den USA
"Was die im Schlafzimmer machen (und ja keinen was angeht)..." hat auch ökonomische Folgen, die in Österreich kaum abseits der gegenwärtigen Debatte pro und contra Standesamt diskutiert werden. Wenig bis gar nichts ist gegenwärtig über die sozioökonomische Situation...
Es geht ans Bezahlen – Update
Es hat sich ja inzwischen herumgesprochen, dass die Staatsverschuldung nach der Krise eine andere sein wird als vorher. Bisher hat man sich jedoch geweigert, das zur Kenntnis zu nehmen, und wenn man es dann doch zur Kenntnis genommen hat, dann hat man die falschen...
Tagung „Krise ohne Alternative?“
Die Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung tagte am 3./4.7.2009 in Wien zum Thema „Krise ohne Alternative?". Neben parallelen Arbeitsgruppen zu Alltag, Bewegung, Gewerkschaften, Krisenverlauf, Migration, Ökologie und Sozialpolitik wurde in zwei...
Österreich – Steueroase ohne Palmen
Die Frage, ob Österreich eine Steueroase ist, beschäftigt das Land spätestens seit den Verhandlungen auf internationaler Ebene über die Rolle von Staaten wie der Schweiz, aber eben auch Österreich. Wir dokumentieren hier einen Beitrag von Klemens Himpele und Sybille...
>DeflationoitalfnI<
Anlässlich der Anmerkung von Matthew Yglesias: Ist die Deflationsgefahr im Euroraum gegeben? In einer Prokla-Ausgabe von 2004 wurde das Thema explizit angeschnitten. Das Editorial hat damals (nach dem Platzen der New Economy Blase) folgende Aussicht gegeben: "Selbst...
Es geht ans Bezahlen
Bernhard Felderer – wir hatten bereits darauf hingewiesen – ist gegen Steuererhöhungen und für Einsparungen. Er präzisierte diese Aussage jetzt in der Presse: Er ist gegen eine Vermögensteuer und gegen die Erhöhung der Lohnsteuer, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer...
23.6.: „Krise und gewerkschaftliche Handlungsstrategien“
AM BEISPIEL DER IG METALL IN DEUTSCHLAND Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Martin Allespach (Leiter des Funktionsbereichs „Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik“ beim Vorstand der IG Metall) Dienstag, 23. Juni 2009, 19 Uhr im Republikanischen Club (1010 Wien,...
Staatsausgaben senken statt Steuern erhöhen?
So macht man also Politik: Zuerst werden die »Leistungsträger« einer Gesellschaft, also die oberen Prozent, entlastet, indem man Steuern senkt, dann muss bei den Staatsausgaben gespart werden. So wurde die Körperschaftssteuer gesenkt und die Erbschafts- und...
Die Person macht’s
Gerd Valchars plädiert im Standard für eine Aufwertung des Persönlichkeitswahlrechts in Österreich: "Eine solche Änderung im Wahlsystem würde das Gewicht bei der Kandidatenauswahl deutlich in Richtung Wähler verschieben, ohne dass die Parteien plötzlich ihren Einfluss...
Geschichte wird gemacht
Schweigen? Als Elder Statesman nicht mehr. [...] unser riesiger Staatssektor war ja gar nicht ideologisch gewollt. Vielmehr war er aus einer Notwendigkeit heraus entstanden: In den 50er Jahren gab es in Österreich viele russische Industriebeteiligungen, besetzte...
Political Meddling
Ein aktueller Nachtrag zu den "politischen Intellektuellen:" Bisher konnten sich gerade ÖkonomInnen in Österreich noch zu jenen zählen, die sich von politischer Einflussnahme vergleichsweise frei machen konnten. Ein Grund neben anderen dafür ist das überparteiliche...
Politische Intellektuelle und die Wirtschaftskrise
Die Frage der politischen Interventionsfähigkeit der Sozialwissenschaften war ein Thema der Konferenz "Political Economy, Financialisation and Discourse Theory" Ende Mai in Cardiff. Karel Williams (Manchester Business School) thematisierte in seinem Vortrag, wie...
Memorandum 2009
Jedes Jahr im Mai gibt die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ein Memorandum zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen heraus. Die Memo-Gruppe selbst beschreibt Ihre Arbeit so: „In der ›Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik‹ arbeiten Wirtschafswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an der Entwicklung wirtschaftspolitischer Vorschläge und Perspektiven, die sich an der Sicherung sinnvoller Arbeitsplätze, der Verbesserung des Lebensstandards, dem Ausbau des Systems der sozialen Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie wirksamer Umweltsicherung in Deutschland orientieren.“ Die Memoranden beziehen sich zwar auf Deutschland, die Diskussionen sind jedoch auch über den nationalen Kontext hinaus interessant. Dieses Jahr widmet sich die Gruppe unter dem Titel „Von der Krise in den Absturz? Stabilisierung, Umbau, Demokratisierung“ den Folgen der Wirtschaftskrise und entwickelt Vorschläge für eine andere Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik.
4.6.09: „Wege aus der Krise“ mit Kurt Rothschild
Donnerstag, 4. Juni 2009, 19 Uhr, im Republikanischen Club: WEGE AUS DER KRISE Eine Analyse der Finanz- und Konjunkturkrise. Welche wirtschaftspolitischen Konsequenzen sollten gezogen werden? Gibt es Ansätze für mögliche Alternativen? Ein Gespräch mit: Prof. Kurt...
Wenn sich die Regierung einmischt
Die Bestimmung von Auto-Emissionen, die Obama gestern in Washington angekündigt hat, werden als der wichtigste Beitrag der USA zur Klimapolitik gesehen. Und die Vorgaben sind ja nicht schlecht: Erstmals seit zwei Jahrzehnten soll die Treibstoffeffizienz von Autos, die...