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	<title>BEIGEWUM &#187; Österreich</title>
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	<description>Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen</description>
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		<title>Was für eine Überraschung</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 09:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hochschulfinanzierung]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Aus einer Studie des Jahres 2005:</p>
<p>Wobei hier eines deutlich wird – und das zeigt die elaborierte Studie sehr gut, weil sie die Ergebnisse auch auf die Fakultätsebene herunterbricht: Der schlechte Wert der Uni Wien resultiert „fast ausschließlich“ aus der hohen Drop-out-Rate in den extrem überlaufenen Massenfächern in der (für den Vergleich an allen Unis konstruierten) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einer Studie des Jahres 2005:</p>
<blockquote><p>Wobei hier eines deutlich wird – und das zeigt die elaborierte Studie sehr gut, weil sie die Ergebnisse auch auf die Fakultätsebene herunterbricht: Der schlechte Wert der Uni Wien resultiert „fast ausschließlich“ aus der hohen Drop-out-Rate in den extrem überlaufenen Massenfächern in der (für den Vergleich an allen Unis konstruierten) geistes– und sozialwissenschaftlichen Fakultät (GeSoWi). (<a href="http://images.derstandard.at/2010/07/09/Finanzvergleichstudie.pdf">.pdf</a>)</p>
</blockquote>
<p><a href="http://derstandard.at/1277337714592/Unis-Wenig-Geld-wenig-Profs-viele-Drop-outs">Big surprise</a>. Wobei ich die Verdienste dieser Studie nicht in Abrede stellen will; im Gegenteil. Nur ist es halt traurig, dass der empirische Beleg des Offensichtlichen von politisch-ministerieller Seite fünf Jahre lang unter Verschluss gehalten werden kann und darf. Damit wird eine Grundregel des demokratischen Willensbildungsprozesses gebrochen. Mir egal, ob man das nun als Josephinismus oder bürokratische Willkür bezeichnet; es ist einfacheine Sauerei.</p>
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		<title>Was es mir wert ist.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 18:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ÖNB]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Finanzminister Pröll will die Österreichische Nationalbank verstaatlichen. Ich kann nur vermuten, die hier versammelten WirtschaftswissenschaftlerInnen stimmen diesem Schritt voll inhaltlich zu. Von mir nur ein Hinweis auf eine semantische Irritation. In der Ankündigung, die restlichen, nicht-staatlichen Anteile der ÖNB für die Republik aufkaufen zu wollen, hat Pröll heute gesagt:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„50 Millionen – das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzminister Pröll will die Österreichische Nationalbank verstaatlichen. Ich kann nur vermuten, die hier versammelten WirtschaftswissenschaftlerInnen stimmen diesem Schritt voll inhaltlich zu. Von mir nur ein Hinweis auf eine semantische Irritation. In der Ankündigung, die restlichen, nicht-staatlichen Anteile der ÖNB für die Republik aufkaufen zu wollen, hat Pröll heute <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/532158/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">gesagt</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„50 Millionen – das ist es mir wert.“</em></p>
<p>Ich will ja nicht kleinlich erscheinen. Aber, wirklich: wie kann ein Finanzminister – wie kann irgend jemand, der über öffentliche Gelder verfügt – sich so eine Aussage erlauben? Dass es <em>ihm</em> das wert ist? Im Sinne von: Das genehmige ich mir? Statt vielleicht darauf hinzuweisen, dass es den staatlichen Interessen entsprechen würde, einen solchen Schritt zu setzen? Statt den Satz etwa so zu formulieren: „50 Millionen – das ist die Sache wert.“ – ?</p>
<p>Wie geschrieben, eine semantische Irritation. Aber vom Gestus schon auffällig. Wie nennen wir das: gelebten Josefinismus?</p>
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		<title>Ist das alles?!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 20:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Streik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Radikaler als die Wirklichkeit: 34 Millionen schüttelt der Minister aus dem Ärmel, und lädt zu „breitem“ (?) Dialog mit den HochschulpartnerInnen, bevor er sich nach Brüssel verzieht. Eine kurze Bedachtnahme:</p>
<p>Das mit dem Dialog, das hatten wir schon. Kann sich überhaupt noch jemand erinnern? Definieren wir Dialog nach wikipedia als</p>
<p style="padding-left: 30px;">eine mündlich oder schriftlich zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bmwf.gv.at/presse_und_news/news_details/cHash/0e5480b029/article/zukunft-der-hochschulen-hahns-sofort-paket-fuer-unis-passiert-ministerrat/newsback/1/">Radikaler als die Wirklichkeit</a>: 34 Millionen schüttelt der Minister aus dem Ärmel, und lädt zu „breitem“ (?) Dialog mit den HochschulpartnerInnen, bevor er sich nach Brüssel verzieht. Eine kurze Bedachtnahme:</p>
<p>Das mit dem Dialog, das <a href="http://www.bmwf.gv.at/forschung/oesterr_forschungsdialog/">hatten wir schon</a>. Kann sich überhaupt noch jemand erinnern? Definieren wir Dialog nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dialog">wikipedia</a> als</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede und Gegenrede,</em></p>
<p>dann ist das Unternehmen damals gründlich <a href="http://www.univie.ac.at/gz-sowi/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=410&amp;Itemid=152">schief</a> gegangen. Wichtiger als der Gesprächsinhalt ist aber ohnehin das Signal, und noch wichtiger als das Signal ist, dass überhaupt etwas gesagt wurde. Also werden sich am 25.11. ein paar (um genau zu sein: 50!) Personen versammeln und einmal reden, und das wars dann. Immerhin wird der Hochschuldialog nicht so teuer wie der Forschungsdialog, von dem wir freilich auch nicht wissen, was er gekostet hat. Wert war er jedenfalls keinen Cent; und auf dieses Preis-Leistungsverhältnis wird der Event Ende November sicher auch kommen.</p>
<p>Und das führt schon zum zweiten Punkt: Die Transparenz. Dass Hahn plötzlich so viel Geld hat, machte einige stutzig. Aber ob nun das Geld aus einer Quelle kommt, die vorher den Unis abgezwackt wurde, ist gar nicht so wichtig. Problematischer ist die Art, wie die Mittel plötzlich aus dem Hut gezaubert werden – vom Gönner Gio, der einen glimpflichen Ausgang der ganzen Uni-Affäre braucht, will er wirklich das Forschungsressort in Brüssel übernehmen – und wie sie vergeben werden – von den Rektoraten, in Zusammenarbeit mit der ÖH. Das ist die Politik der Symbolik, in der es um keine inhaltliche Auseinandersetzung geht. Und es ist auch eine Politik der Verantwortungslosigkeit, in der sich der zuständige Ressortleiter abputzt an den Verteilungskämpfen, die unter seinen wachsamen Augen dann ausgetragen werden.</p>
<p>Die Forderungen der Studierenden und der Lehrenden (zumindest jener, die sich mit den BesetzerInnen solidarisch erklärt haben) klingen ja anders. Aber mich irritiert, dass vor allem letztere auf Hahns unerwartete Geldspende bisher noch gar nicht reagiert haben. Wie wäre es denn damit, dass die „externen“ LektorInnen an jenen Instituten, wo sie mehr als 50% der Lehre tragen, ihre Verträge kündigen oder, wenn das rechtlich nicht gut möglich ist, sich soweit solidarisieren, dass sie keine zukünftigen Verträge mehr unterschreiben, sofern dort nicht substantielle Verbesserungen drinnen stehen? Ich wüsste einige Studienrichtungen, da würde der Lehrbetrieb sofort zusammenbrechen.</p>
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		<title>Nieder mit Humboldt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 19:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich weiss, damit mache ich mir hier keine Freunde, aber: der Ökonom hat recht. Ich weiss, es wird nicht gern gelesen, aber: Österreichs Hochschulsystem ist eines der elitärsten, die es im internationalen Vergleich gibt. Ich weiss, es ist nicht opportun, aber: Ein Bildungssystem, das derart verantwortungslos mit ihren Ressourcen umgeht, ist so verrottet wie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiss, damit mache ich mir hier keine Freunde, aber: <a href="http://derstandard.at/1256743532162/Kommentar-der-anderen-Bildung-im-Wuergegriff-der-Oekonomie">der Ökonom hat recht</a>. Ich weiss, es wird nicht gern gelesen, aber: Österreichs Hochschulsystem ist eines der <a href="http://www.allacademic.com//meta/p_mla_apa_research_citation/1/4/0/5/3/pages140531/p140531-1.php">elitärsten</a>, die es im internationalen Vergleich gibt. Ich weiss, es ist nicht opportun, aber: Ein Bildungssystem, das derart <a href="http://univie.academia.edu/documents/0020/3193/200905_wiss_nachwuchs_2_lang.pdf">verantwortungslos</a> mit ihren Ressourcen umgeht, ist so verrottet wie die Zustände, die jetzt zu recht <a href="http://unsereuni.at">angeklagt</a> werden.</p>
<p>Ich würde mir gerade von der Linken in Österreich wünschen, dass sie sich doch langsam mal davon verabschiedet, sich vor den Karren der akademischen Eliten dieses Landes spannen zu lassen und stattdessen  sozial gestaffelte Zugangskriterien für die höhere Bildung zu fordern beginnt. Und, bitte, bitte: <a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/118551938/abstract?CRETRY=1&amp;SRETRY=0">Vergesst Humboldt</a> und diesen ganzen <a href="http://www.polwiss.fu-berlin.de/fsi/ap/ap5-humboldt.htm">bildungsbürgerlichen Quatsch</a>!</p>
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		<title>Die Person macht&#8217;s</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 02:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Gerd Valchars plädiert im Standard für eine Aufwertung des Persönlichkeitswahlrechts in Österreich:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Eine solche Änderung im Wahlsystem würde das Gewicht bei der Kandidatenauswahl deutlich in Richtung Wähler verschieben, ohne dass die Parteien plötzlich ihren Einfluss auf die Rekrutierung gänzlich verlieren würden.“</p>
<p>Die Effekte, die sich Valchars davon verspricht: Größere „Bürgernähe“, sprich „mehr Unabhängigkeit der einzelnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerd Valchars <a href="http://derstandard.at/1244460523862/Gebt-den-Waehlern-den-Vorzug">plädiert</a> im Standard für eine Aufwertung des Persönlichkeitswahlrechts in Österreich:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Eine solche Änderung im Wahlsystem würde das Gewicht bei der Kandidatenauswahl deutlich in Richtung Wähler verschieben, ohne dass die Parteien plötzlich ihren Einfluss auf die Rekrutierung gänzlich verlieren würden.“</em></p>
<p>Die Effekte, die sich Valchars davon verspricht: Größere „Bürgernähe“,<em> </em>sprich „mehr Unabhängigkeit der einzelnen Abgeordneten gegenüber ihrer Partei“. Zweitens, ein solcher Modus „macht einen Wahlgang natürlich auch deutlich spannender“. Drittens und vor allem aber: „Jede einzelne Vorzugsstimme zählt und wird auch wirksam.“</p>
<p>Bürgernähe, Spannung, Demokratie – Das klingt zwar ein bisschen nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberraschungsei">Überraschungsei</a>, ist aber sicher richtig. Ich persönlich würde vielleicht noch hoffnungsfroh anfügen, dass eine Profilierung der zu Wählenden gegenüber ihren WählerInnen zu erwarten wäre (was mir angesichts des niederschmetternden Zustands der politischen Klasse in diesem Land ziemlich notwendig erscheint).</p>
<p>Der Anlass, nämlich die EU-Parlamentswahl, wirft bei mir freilich eine Frage auf, die mich ganz generell schon seit längerem beschäftigt: Macht die politikwissenschaftliche Forschung das EU-Parlament vielleicht wichtiger als es nun einmal ist? Eine Kammer, die in weiten Teilen zahnlos ist und nicht einmal den <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,612999,00.html">grundlegenden Aufgaben</a> einer Volksvertretung nachkommt, wird durch eine Änderung des Wahlmodus ja nicht relevanter. Was die Sache für Österreich irgendwie tragisch macht, ist der Umstand, dass es sogar einen potentiellen Kandidaten gab, der seit Jahren prononciert für eine Stärkung des Parlaments und damit für eine Demokratisierung der EU eintritt. Ausgerechnet Johannes Voggenhuber ist aber aus parteipolitischen Gründen von den Wahlen ferngehalten worden.</p>
<p>Valchars rennt mit seinem Beitrag bei mir offene Türen ein. Ich mag die Idee einer Wahlrechtsreform. Aber erst in Verbindung mit der Zuteilung von Entscheidungs– und Kontrollkompetenzen wird eine Förderung lebendiger Demokratie erreicht.</p>
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		<title>Geschichte wird gemacht</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 01:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schweigen? Als Elder Statesman nicht mehr.</p>
<p style="padding-left: 30px;">[…] unser riesiger Staatssektor war ja gar nicht ideologisch gewollt. Vielmehr war er aus einer Notwendigkeit heraus entstanden: In den 50er Jahren gab es in Österreich viele russische Industriebeteiligungen, besetzte Betriebe und Firmen im russischen Einflussbereich. Die ehemals deutschen Rüstungsbetriebe, das Industriekonglomerat Voest, die staatliche Mineralölverwaltung – all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schweigen? Als Elder Statesman nicht mehr.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>[…] unser riesiger Staatssektor war ja gar nicht ideologisch gewollt. Vielmehr war er aus einer Notwendigkeit heraus entstanden: In den 50er Jahren gab es in Österreich viele russische Industriebeteiligungen, besetzte Betriebe und Firmen im russischen Einflussbereich. Die ehemals deutschen Rüstungsbetriebe, das Industriekonglomerat Voest, die staatliche Mineralölverwaltung – all das war gefährdet. Wollte man diesen Einfluss zurückdrängen, konnte man die Unternehmen nur verstaatlichen.</em></p>
<p>So Wolfgang Schüssel im auch sonst amüsant lesenswerten <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,626752,00.html">Interview</a> mit dem Manager Magazin. Dass die Voest jetzt neuerdings in sowjetischem Besitz gewesen sein soll (oder davon auch nur bedroht gewesen wäre), heißt <a href="http://www.voestalpine.com/ag/de/group/history.html">Geschichte</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voestalpine#Gr.C3.BCndung_als_R.C3.BCstungsbetrieb">neu schreiben</a>. Aber was solls, Herr Schüssel ist ja nicht Historiker, sondern, wie er salopp erklärt, <span style="text-decoration: line-through;">Jurist</span> <a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=3&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.oevp.at%2Fdownload%2Flopatka%2FVorwort_FestschriftSchuessel.pdf&amp;ei=Z7stSouDI4rwMuqWjIMK&amp;usg=AFQjCNFdsPJG3-EqodgmJ1A5Q7TJGO6SxQ">Ökonom</a>.</p>
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		<title>Political Meddling</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 20:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Intellektuelle]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wifo]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein aktueller Nachtrag zu den „politischen Intellektuellen:“ Bisher konnten sich gerade ÖkonomInnen in Österreich noch zu jenen zählen, die sich von politischer Einflussnahme vergleichsweise frei machen konnten. Ein Grund neben anderen dafür ist das überparteiliche Wifo, eine der (wenigen) sozialwissenschaftlichen Errungenschaften der Zweiten Republik. Jetzt wird der dieser Einrichtung zugrunde liegende, politische Stillhaltevertrag grade aufgekündigt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein aktueller Nachtrag zu den „<a href="http://www.beigewum.at/2009/06/politische-intellektuelle-und-die-wirtschaftskrise/">politischen Intellektuellen</a>:“ Bisher konnten sich gerade ÖkonomInnen in Österreich noch zu jenen zählen, die sich von politischer Einflussnahme vergleichsweise frei machen konnten. Ein Grund neben anderen dafür ist das überparteiliche <a href="http://www.wifo.ac.at/">Wifo</a>, eine der (wenigen) sozialwissenschaftlichen Errungenschaften der Zweiten Republik. Jetzt wird der dieser Einrichtung zugrunde liegende, politische <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/484977/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do">Stillhaltevertrag grade aufgekündigt</a>. Und warum?</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wifo-Chef Aiginger habe seine Mitarbeiter schlichtweg nicht mehr im Griff, wird kritisiert. Vor allem die prononciert „roten“ Wifo-Experten Margit Schratzenstaller, Stephan Schulmeister und Markus Marterbauer würden sich in der Öffentlichkeit ständig zu Wort melden – mit politisch eindeutigen Botschaften.</em></p>
<p>Man kann sich die Sorgenfalten am <a href="http://www.iv-net.at/">Schwarzspanierplatz</a> lebhaft vorstellen. Jedenfalls ist der Vorfall ein deutliches Indiz, dass in der aktuellen Krise nicht nur der medial ausgetragene Konflikt um den „richtigen Kurs“ in der Wirtschaftspolitik <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/479688/index.do?">schärfer</a> wird. Jetzt soll – als Reaktion darauf – Macht exerziert werden. „Political Meddling“, wie es in den USA so schön heisst.</p>
<p>Was lernen wir daraus? Offenbar ist man an verschiedenen Stellen ganz schön nervös. Dass die Initiative offenbar von Raiffeisen (mit einem an sich eher unbedeutenden Jahresbeitrag) ausging, verstärkt den Eindruck. Die PR dieses schwarzen Konglomerats war in letzter Zeit ja nicht die beste. Von „<a href="http://aktien-portal.at/forum/dcboard.php?az=show_mesg&amp;forum=124&amp;topic_id=53436&amp;mesg_id=58328&amp;page=&amp;PHPSESSID=2b32d900391c113edd662daf6cee2c0d">nur über meine Leiche</a>“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Konrad">Christian Konrad</a>) ist man dort schnell dazu übergegangen, Geld von der Regierung zu <a href="http://rotersalon.wordpress.com/2008/12/18/raiffeisen-ist-in-der-krise-angekommen/">nehmen</a>. Das stellt vorerst zwar noch <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/468538/index.do?">niemand</a> in Frage. Aber besser gar nix anbrennen lassen.</p>
<p>Die Geschichte stellt auch einen ziemlich offenen Angriff auf das von WissenschaftlerInnen (zu recht) hochgehaltene Prinzip der „akademischen Freiheit“ dar. In diesem Zusammenhang ist das Wifo zwar in einer ungünstigen Position: Mehr Think Tank als Grundlagenforschungsinstitut. Aber trotzdem ist festzustellen, dass diese Institution für die heimischen Sozialwissenschaften sicher mindestens so wichtig ist wie <a href="http://sos.teilchen.at/">CERN</a> für die Physiker. Leider lehrt mich die <a href="http://www.univie.ac.at/gz-sowi/content/view/672/149/">Erfahrung</a>, hinsichtlich der Reaktionen aus der Community pessimistisch zu sein: So wirklich tangiert das in Österreich wohl niemanden.</p>
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		</item>
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		<title>Budgetk(r)ampf ,  Teil 2</title>
		<link>http://www.beigewum.at/2009/05/budgetkrampf-teil-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 11:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Milchmaedchens Rache</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>"Mit diesem Budget stellen wir sicher: Niemand wird im Regen stehen gelassen."<br />
 Zu dieser Aussage hat sich Finanzminister Pröll hinreißen lassen.</p>

<p>Kann er dies auch einhalten?</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Mit diesem Budget stellen wir sicher: Niemand wird im Regen stehen gelassen.“<br />
 Zu dieser Aussage hat sich Finanzminister Pröll hinreißen lassen.</p>
<p>Kann er dies auch einhalten?</p>
<p>Als Beleg für diese Behauptung werden immer die beschlossenen Konjunkturpakete herangezogen. Wie effektiv sind diese aber?</p>
<p>Zu den Konjunkturpaketen werden ja fast alle diskretionären Maßnahmen gezählt, die seit letztem Frühling beschlossen wurden. Dies ist allerdings nicht übermäßig korrekt. Als der so genannte „Osterfrieden“ unter Kanzler Gusenbauer geschlossen wurde, der auch die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für NiedrigverdienerInnen beinhaltet, war von einer Wirtschaftskrise noch nicht viel die Rede. Jedenfalls wurden die Maßnahmen nicht im Zusammenhang mit einer sich abzeichnenden Krise beschlossen. Bis Herbst waren alle über die hohe Inflation in Österreich besorgt, es wurden Inflationsbekämpfungsmaßnahmen beschlossen.</p>
<p>Die „neue“ Regierung – das Kabinett Faymann-Pröll – hat lt. OeNB Maßnahmen gesetzt, die einen Konjunktureffekt von 0,6% heuer und 1,1% nächstes Jahr auslösen werden. Gut, seien wir einmal nicht so kleinlich und schlagen wir auch die „Anti-Teuerungs-Pakete“ den Konjunkturpaketen dazu. Wenn auch die unter dem Titel „Anti-Teuerung“ beschlossenen Maßnahmen von 2008 mitgezählt werden, ergibt sich ein Konjunktureffekt von 0,8% im Jahr 2009 und 1,4% des BIP 2010. Ist dieser Effekt wirklich berauschend? Immerhin werden angekündigte 6,6 Mrd. Euro (2,2% des BIP) heuer und 6,9 Mrd. (2,4% des BIP) nächstes Jahr ausgegeben. Damit werden kumulierend 25.000 Arbeitsplätze geschaffen. Ist es wirklich effektiv, dass wir heuer 2,2% des BIP investieren, um einen Wachstumseffekt von 0,8% des BIP zu erreichen? Und dieser dann nicht mehr als 12.000 Arbeitsplätze bringt? Ganz ehrlich: das soll ein Konjunkturpaket sein?</p>
<p>Ein Konjunkturpaket, das auch als Rechtfertigung für – im Regierungsprogramm unabhängig von der Wirtschaftskrise ohnehin vorgesehenen – Einsparungsvorhaben herangezogen wird – weil es ja überall an Geld fehlt, das für „Konjunkturbelebung“ frei gemacht werden muss.</p>
<p>Als Rechtfertigung für eine restriktive Personalpolitik des Bundes: bis 2013 sollen rund 1.800 Planstellen eingespart werden, obwohl es wohl ausgesprochen widersinnig ist, gerade in der Krise Stellen abzubauen. Als Rechtfertigung für die „äußerste Zurückhaltung bei den gestaltbaren Ermessensausgaben“, was viele von öffentlichen Förderungen und Aufträgen abhängige Vereine, Institutionen und Institute – und damit tausende Beschäftigte – trifft. Ach ja, „wir sparen bei uns selbst“? Wer ist denn dieses ominöse „wir“? Wir alle sind „der Staat“. Und ja, wir merken auch, dass jetzt schon gespart wird. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung findet in keinem der wirklich sehr dicken Budgetunterlagen auch nur eine Erwähnung.</p>
<p>Andererseits hätte sich die Regierung auch einiges an wirklich teuren Maßnahmen sparen können. Eine Steuerreform, die keine Reform ist, sondern wieder mal ein „Geschenke verteilen“ an Gruppen, die es wirklich nicht nötig hätten: Der Gewinnfreibetrag, der je nach Darstellung zwischen 150–300 Mio. Euro kosten wird, und damit den Selbständigen neben der Tarifentlastung eine 2. Entlastung bietet. Der Familienfreibetrag, der 220 Mio. Euro kostet und nur den Besserverdienenden was bringen wird, das Schieben der Bemessungsgrundlage für den Spitzensteuersatz von 51.000 auf 60.000 Euro, was 120 Mio. Euro kosten wird, sogar die Verdoppelung der Absetzbarkeit der Kirchenbeiträge wird unter den Begriff „Steuerreform“ subsumiert und damit unter die konjunkturpolitische Maßnahmen.</p>
<p>Viel Geld wird also ausgegeben. Allerdings – wie bereits beschrieben –wenig zielgerichtet und mit niedriger Beschäftigungswirkung.</p>
<p>Immer wieder wird ins Treffen geführt, dass so früh gehandelt wurde. Die ökonomischen Bedingungen haben sich allerdings weiter dramatisch verschlechtert: Als das letzte so genannte Konjunkturpaket angedacht wurde, gingen die Wirtschaftsforschungsinstitute noch von rund 30.000 Arbeitslosen zusätzlich aus. Jetzt wird schon mit annähernd 100.000 Personen gerechnet. Und die Prognosen werden schlechter, nicht besser. Trotzdem wurden seither keine zusätzlichen Konjunkturpakete beschlossen. Einen umfassenden Schutzschirm gibt es bis jetzt nur für die Banken und die Banker.</p>
<p>Viele werden dagegen im Regen stehen bleiben.</p>
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		<title>Prölls Kampfansage</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 19:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Milchmaedchens Rache</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Finanzminister Pröll hielt seine erste Budgetrede. Sie war eine Kampfansage. Eine Kampfansage an die Krise, wie er es bezeichnete?</p><p>Wohl kaum.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzminister Pröll hielt seine erste Budgetrede. Sie war eine Kampfansage. Eine Kampfansage an die Krise, wie er es bezeichnete?</p>
<p>Wohl kaum.</p>
<p>Die Konjunkturpakete, die die Regierung bis jetzt beschlossen hat, inkl. Steuerreform, dem letztjährigen „Osterfrieden“ und dem Maßnahmenpaket vom Herbst werden lt. OeNB eine Wachstumswirkung von 0,8% des BIP heuer, und 1,4% des BIP nächstes Jahr entfalten. Mit einem kumulierten Beschäftigungseffekt von 25.000 Personen 2010. Dabei waren schon im April über 300.000 Menschen in Österreich arbeitslos, wenn die SchulungsteilnehmerInnen mitgezählt werden. Es ist also nicht alles eine Konjunkturmaßnahme, auch wenn sie so bezeichnet wird. Aber das wäre einen eigenen blog wert.</p>
<p>Was gibt es Positives zu berichten? Die Budgets werden expansiv wirken, weil die automatischen Stabilisatoren wirken. Mehr Geld gibt es also in den Bereichen Arbeit und Sozialversicherung, aber auch Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Forschung.</p>
<p>Kaum jemand ist damit aber zufrieden, weil von den Maßnahmen des Regierungsprogramms, die unter Finanzierungsvorbehalt gestanden sind (und dies war der überwiegende Teil) kaum eine umgesetzt wird. Die Ermessensausgaben wurden zudem gekürzt und der Personalplan sieht bis 2013 Kürzungen von 1.800 Stellen vor, ausgenommen sind nur Bildung und Inneres. Ach ja, an Banken werden heuer 10.300 Mio. Euro ausbezahlt werden. Die sind allerdings zufrieden damit.</p>
<p>Warum war die Rede Prölls trotzdem eine Kampfansage? Die Kampfansage galt denen, die sich für Verteilungsgerechtigkeit in diesem Land einsetzen. „Man kann sicherlich vieles über Österreich behaupten, aber doch sicher nicht, dass es unserem Land an Verteilungsgerechtigkeit mangelt …“, ist da nachzulesen. Und „Die wirklich wichtige Frage ist daher nicht: Wer zahlt die Krise?“ Sondern? „Die entscheidende Frage kann doch nur sein: Wie können wir diese Krise möglichst schnell überwinden? Und auch hier kann die Antwort nur sein: Wir alle gemeinsam.“</p>
<p>Wieso sollen wir nicht darüber reden, wer die Krise bezahlen soll? Fast gleichzeitig mit dem Budget ist das Stabilitätsprogramm an die EU verschickt worden, wo die Regierung schreibt, dass sie das Defizit bis 2012 wieder unter 3 Prozent bringen will. Was heißt das? Das nächste Budget wird schon ein Konsolidierungsbudget. Die ÖVP wehrt sich, Steuern zu erhöhen. Zur Erinnerung: Als 1997 erstmals das Maastricht-Defizit unter 3% gedrückt wurde, lag die Abgabenquote bei 44,4 Prozent. Als 2001 der unvergleichliche Karl Heinz Grasser ein Nulldefizit schrieb, lag die Abgabenquote gar bei 45,3 Prozent. Beide Male war die ÖVP in der Regierung.</p>
<p>Für 2010 und die Folgejahre ist allerdings eine Abgabenquote von 41,2 Prozent prognostiziert – kein Wunder, gehen doch die Steueraufkommen aus Körperschaftssteuer, veranlagter Einkommenssteuer – nicht zuletzt aufgrund von Steuerprivilegien – und Kapitalertragssteuer dramatisch zurück. Bei einem Defizit von 4,7% des BIP, dies soll auch in den Folgejahren noch so hoch sein. Wenn also einnahmenseitige Maßnahmen getroffen werden würden, um die 3%-Grenze zu erreichen, würde die Abgabenquote wieder auf ca. 43% steigen. Dort lag sie 2008 auch. Sie liegt damit weit unter 1997 und 2001. Trotzdem legt sich die ÖVP quer.</p>
<p>Die ÖVP macht eine Kampfansage, nicht an die Krise, sondern an den Sozialstaat. Dieser verteilt in Österreich vor allem ausgabenseitig um. Und dort soll gekürzt werden. Weil es für die ÖVP, wie wir gelernt haben, an vielem mangelt, aber an Verteilungsgerechtigkeit in Österreich noch viel zu viel gibt.</p>
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		<title>Is America doomed? Or Austria?</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 19:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Koenig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.realclearpolitics.com/articles/2009/04/its_your_country_too_mr_presid.html">Kommentar</a> des (neo-)konservativen Kolumnisten Charles Krauthammer hat es (in Auszügen) bis in den <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237229823666">Standard</a> geschafft, weil er eine Wortmeldung der hiesigen Innenministerin als Ausweis für die außenpolitische Inkompetenz Barack Obamas hält. Krauthammers Anmerkung steht im Kontext der amerikanischen Kritik an Obamas Europareise, wie bei <a href="http://cafecritique.priv.at/blog/2009/04/14/give-me-a-break/">Cafe Critique</a> unterstrichen wird. Über Krauthammers Position lässt sich natürlich streiten.* Meines Erachtens ist er eher einer jener leicht hysterischen Exzeptionalisten, die unter Bush jun. ihre große Zeit hatten und denen nun in der Krise die Legitimierung ihrer doch eher extremen Ansichten wegbricht. (Siehe dazu die exzellenten Bücher von Andrew Bacevich, <a href="http://www.amazon.com/New-American-Militarism-Americans-Seduced/dp/0195173384">The New American Militarism</a>, sowie von Fred Kaplan, <a href="http://www.amazon.com/Daydream-Believers-Grand-Wrecked-American/dp/0470121181">Daydream Believers</a>.)</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.realclearpolitics.com/articles/2009/04/its_your_country_too_mr_presid.html">Kommentar</a> des (neo-)konservativen Kolumnisten Charles Krauthammer hat es (in Auszügen) bis in den <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237229823666">Standard</a> geschafft, weil er eine Wortmeldung der hiesigen Innenministerin als Ausweis für die außenpolitische Inkompetenz Barack Obamas hält. Krauthammers Anmerkung steht im Kontext der amerikanischen Kritik an Obamas Europareise, wie bei <a href="http://cafecritique.priv.at/blog/2009/04/14/give-me-a-break/">Cafe Critique</a> unterstrichen wird. Über Krauthammers Position lässt sich natürlich streiten.* Meines Erachtens ist er eher einer jener leicht hysterischen Exzeptionalisten, die unter Bush jun. ihre große Zeit hatten und denen nun in der Krise die Legitimierung ihrer doch eher extremen Ansichten wegbricht. (Siehe dazu die exzellenten Bücher von Andrew Bacevich, <a href="http://www.amazon.com/New-American-Militarism-Americans-Seduced/dp/0195173384">The New American Militarism</a>, sowie von Fred Kaplan, <a href="http://www.amazon.com/Daydream-Believers-Grand-Wrecked-American/dp/0470121181">Daydream Believers</a>.)</p>
<p>Das Interesse an Österreich jedenfalls ist in den USA tatsächlich größer als man denken möchte. Warum sonst schreibt Paul Krugman (der auch gern mal den Teufel an die Wand malt, aber von der anderen Seite) in seinem Blog über den <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2009/04/15/austria/">bedenklich hohen Anteil an Verpflichtungen, den österreichische Banken in Osteuropa haben</a>? Krugman zeigt einen simplen Chart, den ich gern einmal in einem österreichischen Medium gesehen hätte. Und er verweist darauf, dass ein Bail-out der Banken notwendig sein wird, um das Problem in den Griff zu kriegen. Jetzt sitze ich in den USA und frage mich: Wie wird das in Österreich diskutiert? Und: Warum haben amerikanische Intellektuelle in Bezug auf Österreich <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237230023898">die Nase vorn</a>?</p>
<p>(* Passage nachträglich korrigiert.)</p>
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